Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt
Weitergabe von Betriebsinterna rechtfertigt Kündigung

Der Arbeitnehmer hatte per E-Mail Vertragsdokumente über Auslandsgeschäfte des Unternehmens an ein kurz zuvor ausgeschiedenes Vorstandsmitglied weitergegeben.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Weitergabe von betriebsinternen Unterlagen an ehemalige Kollegen kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage eines Vorstandsmitarbeiters gegen ein am Neuen Markt notiertes Unternehmen zurück (Az.: 4 CA 5806/01).

Der Arbeitnehmer hatte per E-Mail Vertragsdokumente über Auslandsgeschäfte des Unternehmens an ein kurz zuvor ausgeschiedenes Vorstandsmitglied weitergegeben. Damit sollten angeblich Aktionäre über die Unternehmensstrategien informiert werden. Laut Urteil berührt das Fehlverhalten des Arbeitnehmers das "Herzstück des Vertrauensverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer". Werde das Gebot der Vertraulichkeit auf diese Weise verletzt, dürfe die Firma auch ohne vorausgegangene Abmahnung mit dem sofortigen Ende des Arbeitsverhältnisses reagieren, sagte der Vorsitzende Richter.

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