Urteil des Bundesarbeitsgerichts Erfurt
Weniger Arbeitstage bedeuten auch weniger Urlaubstage

ddp-vwd ERFURT. Ein Arbeitnehmer kann nicht davon ausgehen, dass ihm im Jahr 30 Urlaubstage zustehen, nur weil dies im Tarifvertrag steht. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise nur vier Tage pro Woche beschäftigt wird, verringert sich auch sein Urlaubsanspruch. Dies ist zumindest dann der Fall, wenn dies vorher betrieblich so vereinbart wurde.

Das Erfurter Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte in einem Urteil (9 AZR 309/99) die Klage eines Beschäftigten abgewiesen, der von seinem Arbeitgeber 30 Urlaubstage im Jahr gefordert hatte. Dieser hatte ihm zuvor auf Grund einer Betriebsvereinbarung nur noch 24 Tage Urlaubstage jährlich zugestanden, da der Mitarbeiter nur vier Tage beziehungsweise 35 Stunden pro Woche im Schichtdienst arbeitete. Das BAG gab dem Arbeitgeber Recht, denn die tariflichen Regelungen seien so auszulegen, dass bei einer Vier-Tage-Woche nur ein Anspruch auf 24 Urlaubstage bestehe.

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