Urteil des Bundesarbeitsgerichts
Rauchverbote müssen verhältnismäßig sein

ap BONN. Rauchverbote am Arbeitsplatz müssen verhältnismäßig sein. Denn ein Raucher hat auch ein Recht zu rauchen, wie der Bonner Informationsdienst "Arbeitsrecht Kompakt" unter Berufung auf ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts berichtete. Ein mit dem Betriebsrat abzustimmendes Rauchverbot darf demnach nur dem Zweck dienen, die Nichtraucher vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Belästigungen durch das Passivrauchen zu schützen.

Unproblematisch sei ein Rauchverbot nur dort, wo aus Sicherheits- oder Produktionsgründen jegliches offene Feuer oder Rauchen ohnehin verboten sei. In der Praxis heiße das: Ein generelles Rauchverbot im Betrieb sei so gut wie unmöglich, da die allgemeine Handlungsfreiheit der Raucher nicht eingeschränkt werden dürfe.

(Aktenzeichen: BAG 1AZR 399/98)

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