Urteil des Bundessozialgericht
Arbeitslose haben Anspruch auf Krankengeld

ddp-vwd KASSEL. Wer lange krank ist und während dieser Zeit seinen Arbeitsplatz verliert, hat trotzdem Anspruch auf Krankengeld in ursprünglicher Höhe. Die ursprüngliche Arbeit bildet dabei den Maßstab für die Krankenversicherung, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (AZ: B 1 KR 30/00).

In dem vorliegenden Fall war ein Lagerverwalter während einer Krankheit entlassen worden. Nach Untersuchungen des ärztlichen Dienstes stand jedoch fest, dass er leichte Tätigkeiten noch ausüben konnte. Darauf zahlte seine Krankenkasse nicht mehr. Sie begründete dies mit dem Hinweis auf Änderungen in der Arbeitslosenversicherung. Danach kommt es seit 1997 bei der Frage, welche Stellen noch zumutbar sind, ausschließlich auf das zuletzt erzielte Einkommen an. Das BSG sah dies jedoch nicht als Grund an, die Rechtsprechung in der Krankenversicherung zu ändern. Der Verwalter sei arbeitsunfähig, weil er seiner früheren Arbeit nicht weiter nachgehen könne, hieß es zur Begründung.

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