Urteil des Bundessozialgerichts
Arbeitnehmer sind beim Bier holen nicht unfallversichert

ap BONN. Wer während seiner Arbeitszeit beim Bierholen verunglückt, ist nicht unfallversichert. Der betroffene Arbeitnehmer hat dann keinen Anspruch auf eine Entschädigung durch die gesetzliche Unfallversicherung. Besorgt sich ein Beschäfter hingegen ein alkoholfreies Getränk, ist er auf dem Weg zur Kantine oder zum Getränkeautomaten sehr wohl gegen Unfälle abgesichert. Darauf macht der Bonner Informationsdienst "Arbeitsrecht Kompakt" unter Berufung auf ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG, Aktenzeichen: B 2 U 22/99) aufmerksam.

Das Besorgen alkoholischer Getränke dient nach Auffassung des Gerichts nicht der Erhaltung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und damit betrieblichen Belangen. Deshalb ist ein Unfall in dieser Zeit auch nicht als Arbeitsunfall einzustufen, argumentierte das Gericht. Damit wies das BSG die Klage eines Drehers auf Entschädigung ab. Der Mann hatte sich eine dritte Flasche Bier geholt und war auf dem Rückweg zu seinem Arbeitsplatz von einem Gabelstapler erfasst und schwer verletzt worden.


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