Urteil des Bundessozialgerichts
Kein Versicherungsschutz bei Umweg auf dem Weg zur Arbeit

dpa KASSEL. Wer auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg macht, kann den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung verlieren. Dies hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil entschieden. Wer wegen privater Erledigungen nicht von zu Hause, sondern von einem anderen Ort aus zur Arbeit aufbreche, sei nur versichert, wenn die Länge des Weges in einem angemessenen Verhältnis zu dem üblicherweise zur Arbeit zurückgelegtem Weg stehe, urteilten die Richter (AZ: B 2 U 33/00 R).

Geklagt hatte eine Frau, die auf dem Weg zur Arbeit verunglückt war. Sie hatte sich allerdings nicht von ihrer Wohnung aus auf den Weg gemacht, die nur 50 Meter von der Arbeitsstätte entfernt liegt, sondern war von 45 Kilometer entfernt wohnenden Verwandten zur Arbeit aufgebrochen. Zu Recht hatte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege eine Entschädigung des Unfalls abgelehnt. Der Weg unterscheide sich so erheblich von dem üblichen Weg der Klägerin zur Arbeit, dass er nicht mehr mit der versicherten Tätigkeit in Zusammenhang stehe, urteilte das BSG.

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