Urteil des Bundesverwaltungsgericht
Spätaussiedler müssen flüssig Deutsch sprechen

Um in der Bundesrepublik aufgenommen zu werden, müssen Spätaussiedler einigemrmaßen flüssig Deutsch sprechen könne. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

HB LEIPZIG. Bloß stockende Äußerungen reichen nicht aus. (Aktenzeichen: BVerwG 5 C 33.02 und 5 C 11.03 - Urteile vom 4. September 2003).

Laut Bundesvertriebenengesetz darf ein Aufnahmebescheid nur erteilt werden, wenn der Betreffende zumindest ein einfaches Gespräch auf Deutsch führen kann. Was darunter im Einzelnen zu verstehen ist, klärten die Bundesrichter jetzt in zwei Revisionsverfahren näher.

Danach muss sich der Aufnahmebewerber inhaltlich über einfache Sachverhalte aus dem familiären Bereich, über alltägliche Situationen und Bedürfnisse oder die Berufstätigkeit äußern können, ohne dass es auf exakte Fachausdrücke ankommt. Sprachlich sei die Fähigkeit zu einem einigermaßen flüssigen, in ganzen Sätzen erfolgenden Austausch in Rede und Gegenrede erforderlich, urteilte der 5. Senat.

Der Spätaussiedler darf jedoch nach Worten suchen, Fehler machen oder langsamer Verstehen und Sprechen als es bei in Deutschland Geborenen üblich ist. "Nicht ausreichend sind dagegen u.a. das Aneinanderreihen einzelner Worte ohne Satzstruktur oder insgesamt nur stockende Äußerungen", entschieden die Richter.

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