Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz
Aufwendungen für Pkw-Fahrten können auch nachgereicht werden

Der Bund der Steuerzahler weist auf ein Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz hin.

ap WIESBADEN. Aufwendungen für Pkw-Fahrten zur Arbeitsstätte können bei den Werbungskosten aus nicht selbstständiger Arbeit nachträglich berücksichtigt werden, wenn aus Unkenntnis die Zahl der Tage und Kilometer nicht angegeben wurde. Auf ein entsprechendes Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz weist der Bund der Steuerzahler in der Mai-Ausgabe von `Der Steuerzahler" hin.

Im Urteilsfall habe das Finanzamt nur den Werbungskostenbetrag von 2 000 DM berücksichtigt, weil der Steuerzahler in dem entsprechenden Formular zwar das Feld `Fahrten mit eigenem Pkw" angekreuzt, aber die dazu gehörigen Felder nicht ausgefüllt hatte. Diese Angaben seien erst nach Ablauf der Einspruchsfrist gegen den Steuerbescheid eingereicht worden.

Nachdem das Finanzamt eine entsprechende Änderung abgelehnt habe, sei der Steuerzahler vor Gericht gezogen - und das habe ihm Recht gegeben. `Nach Ansicht des Gerichts lag hier eine 'offenbare Unrichtigkeit' vor, so dass eine nachträgliche Korrektur des Steuerbescheides vorgenommen werden konnte", berichtet der Steuerzahlerbund.

Es sei den Richtern zufolge erkennbar gewesen, dass der Steuerzahler entsprechende Werbungskosten geltend machen wollte, indem er das entsprechende Feld im Formular angekreuzt habe.

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