Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts
Bloße Anwesenheit am Arbeitsplatz für Bezahlung nicht ausreichend

dpa FRANKFURT. Die bloße Anwesenheit am Arbeitsplatz ist für die Bezahlung von Überstunden nicht ausreichend. Das entschied das hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt in einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil. Arbeitnehmer müssten bei der Forderung nach Bezahlung ihrer Überstunden stets die genaue Art und die Notwendigkeit ihrer Tätigkeit nachweisen, hieß es in dem Urteil.

Die Richter wiesen damit die Zahlungsklage eines kaufmännischen Angestellten gegen ein Prüfunternehmen für Fahrzeugtechnik zurück (Az: 3 Sa 1999/99). Der Mann hatte eine Nachzahlung von rund 55 000 DM für Überstunden gefordert. Er argumentierte damit, dass er trotz der vereinbarten Wochenarbeitszeit von lediglich zehn Stunden häufig bereits um 05.00 Uhr morgens im Büro gewesen sei und dieses erst um 22.00 Uhr verlassen habe. Dabei hatte er jedoch keinen Nachweis über die Art und den Umfang seiner Tätigkeiten geführt. Zudem behauptete er, die Arbeit sei in der vertraglich vereinbarten Zeit nicht zu schaffen gewesen. Das Unternehmen hatte die Überstunden laut Gericht offenbar weder angeordnet noch geduldet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%