Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz
Betrugsvorwurf rechtfertigt fristlose Kündigung

Dem Arbeitgeber sei nach einem solchen Vorwurf, auch wenn er nur im Kollegenkreis geäußert werde, eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zuzumuten, urteilte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz.

dpa MAINZ. Die Behauptung eines Arbeitnehmers, sein Arbeitgeber betrüge das Arbeitsamt, reicht als Grund für eine fristlose Kündigung. Das gelte auch dann, wenn der Vorwurf nur im Kollegenkreis geäußert werde, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland- Pfalz in Mainz in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Eine solche Behauptung sei in jedem Fall eine grobe Beleidigung. Dem Arbeitgeber sei danach eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar, betonten die Richter (Az.: 10 Sa 763/01).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage einer Angestellten ab. Die Frau hatte vor Mitarbeitern den Arbeitgeber als "Kotzbrocken" bezeichnet, der vom Arbeitsamt mehr Geld gefordert habe, als ihr ausgezahlt worden sei. Als dem Arbeitgeber dies zu Ohren kam, kündigte er der Frau fristlos.

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