Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz
Chef kann Arbeitnehmer nach Unfall mit Firmenauto zur Kasse beten

Wenn ein Arbeitnehmer mit einem Firmenauto einen Unfall verursacht, muss er für den am Wagen entstandenen Schaden teils selber zahlen. Dies hat das Landesarbeitsgericht Rheinland- Pfalz in Mainz in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil entschieden.

dpa MAINZ. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten sich den Schaden teilen, solange dem Arbeitnehmer eine "normale Fahrlässigkeit" vorzuwerfen sei. Welchen Anteil der Reparaturkosten der Arbeitnehmer zahlen müsse, hänge vom Einzelfall ab. (Az.: 5 Sa 391/01).

Im verhandelten Fall verurteilte das Gericht einen Arbeitnehmer, sich nach einem von ihm verursachten Auffahrunfall mit 1000 Mark an der Reparatur des Wagens zu beteiligen. Bei der Benutzung von Firmenwagen sei es sachgerecht, das Risiko zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufzuteilen. Hätte der Arbeitgeber eine Vollkaskoversicherung mit 1 000 Mark Selbstbeteiligung abgeschlossen, wäre diese Summe sein unmittelbarer Schaden gewesen. Daher könne er bei der hier gegebenen Fahrlässigkeit auch nur diesen Betrag als Schadensersatz von seinem Mitarbeiter verlangen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%