Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz
Rückforderung von Fortbildungskosten nach Kündigung möglich

Ein Arbeitnehmer, der kurz nach einer betrieblich finanzierten Aus- oder Fortbildung kündigt, muss die Ausbildungskosten in der Regel zurückzahlen. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

dpa MAINZ. Voraussetzung ist nach dem Richterspruch, dass der Arbeitnehmer von der Ausbildung tatsächlich einen beruflichen Vorteil hat. Dies sei etwa der Fall, wenn er danach die Voraussetzungen einer höheren Tarifgruppe erfülle oder die erworbenen Kenntnisse auch für andere Arbeitsverhältnisse nutzen könne (Az.: 5 Sa 1509/00).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Rückzahlungsklage eines Arbeitgebers gegen einen früheren Mitarbeiter statt. Der Mitarbeiter hatte an einem sonderpädagogischen Lehrgang und an einer Ausbildung zum Betriebsleiter teilgenommen. Einen Teil der dem Unternehmen entstandenen Kosten - rund 13 500 Mark - forderte der Arbeitgeber zurück, nachdem der Mitarbeiter kurz nach dem Abschluss der Ausbildung gekündigt hatte.

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