Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz
Arbeitsloser muss an Trainingsmaßnahmen teilnehmen

Ein Arbeitsloser ist nach einer Entscheidung des Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz zur Teilnahme an den vom Arbeitsamt angebotenen Trainingsmaßnahmen verpflichtet.

dpa MAINZ. Dies gelte auch dann, wenn er bereits ein Jahr zuvor an einer Fortbildungsmaßnahme teilgenommen habe, beide aber nicht miteinander vergleichbar seien und auf unterschiedlichen Konzepten beruhten (Az.: 1 AL 50/01). Das Gericht bestätigte mit seinem am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Urteil die Sperrzeit von sechs Wochen für die Zahlung von Arbeitslosenhilfe.

Eine inzwischen 56-Jährige und bereits seit 1991 arbeitslose Steuergehilfin nahm 1998/99 an einer beruflichen Qualifizierungsmaßnahme teil. Als sie ein Jahr später eine weitere Trainingsmaßnahme besuchen sollte, weigerte sie sich mit der Begründung, nach immerhin 35 Berufsjahren empfinde sie die Teilnahme als beschämend und als reine "Beschäftigungstherapie". Daraufhin sperrte das Arbeitsamt ihr für sechs Wochen die Arbeitslosenhilfe.

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