Urteil des Verwaltungsgerichts Trier
Sturz beim Duschen kein Dienstunfall

Ein Beamter, der sich auf einer Fortbildungsveranstaltung beim Duschen verletzt, kann sein Missgeschick nicht als Dienstunfall geltend machen.

wiwo/AP TRIER. Dies geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Trier hervor. Die Richter erklärten, für die Anerkennung als Dienstunfall müsse es einen engen Zusammenhang zwischen Dienst und Unfallereignis geben. Dies sei beim Duschen aber nicht der Fall.

Eine Beamtin hatte vor dem Verwaltungsgericht geklagt, nachdem sie sich bei einer mehrtägigen Fortbildung nach dem Duschen den Arm gebrochen sowie Prellungen an Hüfte und Rücken zugezogen hatte. Seit dem Unfall im September 2001 ist die Betroffene dienstunfähig.

Obwohl die Frau an der Fortbildung als Referentin teilnahm, lehnte der Dienstherr die Anerkennung als Dienstunfall ab. Das Verwaltungsgericht gab dieser Einschätzung nun Recht. Die wesentliche Ursache für das Duschen an jenem Morgen habe nicht im Dienst gelegen, erklärten die Trierer Richter. Die Klägerin sei vielmehr "ihrem vollständig dem privaten Bereich zuzuordnenden Reinigungsbedürfnis nachgegangen".

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