Urteil erging bereits im Oktober
Schadenersatz-Klage gegen EM.TV abgewiesen

Eine von 59 Klägern eingereichte Schadenersatz-Klage gegen das Medienunternehmen EM.TV sowie den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Thomas Haffa und dessen einst als Vorstandsmitglied tätigen Bruder Florian ist vom Landgericht München I abgewiesen worden.

ddp.vwd MÜNCHEN. Die Kläger hatten der Gesellschaft und den Managern vorgeworfen, sie durch Falschinformationen zum Kauf der EM.TV-Aktien veranlasst zu haben, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Informationen seien "unrichtig" und "falsch" gewesen und die mit dem Kauf verbundenen Aussichten seien "viel zu positiv" dargestellt worden, hieß es von Seiten der Kläger. Das Gericht sah allerdings sowohl in den beanstandeten öffentlichen Erklärungen in der Hauptversammlungen als auch in Pressekonferenzen und Ad-hoc-Mitteilungen die Voraussetzungen einer Prospekthaftung nicht als gegeben an.

Schadenersatzansprüche wegen des Verstoßes gegen Marktschutzklauseln verneinte das Gericht. Ebenfalls unbegründet seien Ansprüche "aus unerlaubter Handlung". Allerdings bleibe offen, ob und inwieweit Falschinformationen gegeben wurden, hieß es. Die Klage war von der 12. Zivilkammer bereits mit einem Urteil vom 18. Oktober abgewiesen worden. Die Bekanntgabe des Urteils erst vier Wochen später begründete ein Gerichtssprecher damit, dass erst jetzt die Urteilsgründe schriftlich vorliegen (AZ: 12 0 7922/01).

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