Urteil stärkt Rechte des Käufers
Mängel an Immobilie müssen offenbart werden

Wer eine Immobilie kauft, muss vorher vollständig über Mängel am Gebäude aufgeklärt werden. Diese Auffassung bekräftigte das Oberlandesgericht Bamberg in zwei heute veröffentlichten Entscheidungen.

HB/dpa BAMBERG. Der Verkäufer einer Immobilie habe eine Offenbarungspflicht gegenüber Interessenten, hieß es.

In den beiden konkreten Fällen ging es um Schäden, die nach Angaben des Gerichts für einen Laien nicht ohne weiteres erkennbar waren. Die Kaufverträge dürfen nach der Entscheidung angefochten werden (Az.: 4 U 196/01 und 3 U 165/01).

In einem Fall waren im Haus unangenehme Gerüche wegen eines defekten Abwasserkanals aufgetreten. Im zweiten war eine Wand in einem Einfamilienhaus von Schimmel befallen. Die früheren Besitzer hätten um die Mängel gewusst, sie den Käufern jedoch arglistig verschwiegen, heißt es in den Urteilen.

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