Urteil vom Landgericht Köln
Günther Jauch gewinnt Rechtsstreit mit Internetprovider

Der Showmaster Günther Jauch hat im Kampf gegen die von ihm nicht erlaubte Darstellung seines Namens im Internet vor Gericht einen Sieg errungen.

rtr KÖLN. Der Internetdienstleister Free City darf auch abgeänderte Schreibweisen des Namens nicht mehr als sogenannte Domain-Adresse anbieten, entschied das Landgericht Köln am Mittwoch (AZ 28 O 144/01). Ein 16-jähriger hatte sich die Adresse www.guenter-jauch.de (Günter ohne h) gesichert und auf der Seite Handy-Logos und auch ein Gewinnspiel angeboten.

Nach einer Abmahnung durch Jauchs Anwalt gab der Junge die Domain wieder zurück, der Internetdienstleister bot sie aber kurz darauf wieder zur Registrierung an. Das Unternehmen berief sich darauf, nicht erst recherchieren zu können, ob durch eine Registrierung möglicherweise Namensrechte verletzt werden könnten. Außerdem seien ausschließlich die Kunden für die Wahrung der Namensrechte verantwortlich.

Nach Auffassung des Gerichts trifft den Internetprovider aber durchaus eine Mitschuld an dem Verstoß gegen Jauchs Namensrechte. Schließlich biete Free City über die Information über noch freie Domains den Kunden Hilfe bei der Registrierung der Internet-Adressen an. Deshalb sei es unzulässig, die Haftung ausschließlich auf den Kunden abzuwälzen. Die geringfügige Änderung des Namens tut nach Ansicht des Landgerichts nichts zur Sache. Eine völlige Übereinstimmung sei nicht erforderlich.Bei Prominenten reiche schon die Verwechslungsfähigkeit zwischen dem Namen der Internetadresse und dem tatsächlichen Namen.

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