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US-Absatz der führenden Automobil-Hersteller eingebrochen

Dabei sei der Absatz der ohnehin bereits Verluste schreibenden US-Tochter von Daimler-Chrysler um 14,7 % gesunken, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag unter Berufung auf vorläufige Zahlen, ohne aber eine Quelle dafür zu nennen.

Reuters FRANKFURT. Beim Branchenführer General Motors sei der Absatz um 13,3 und bei der Nummer zwei, Ford, um 15,6 % gefallen. Daimler-Chrysler lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der Kurs der Daimler-Chrysler - Aktie gab auf einen neuen Tiefststand nach.

Hier der momentane Verlauf der Daimler-Chrysler-Aktie

Die US-Autohersteller wollen Anfang Januar ihre Absatzzahlen für Dezember bekannt geben. Analysten erwarten, dass die großen drei US-Hersteller zweistellige Absatzeinbußen verzeichnen werden.



Absatz der japanische Anbieter gestiegen

Die "Financial Times Deutschland" berichtete weiter, insgesamt werde der US-Automarkt im Dezember um etwa 7,7 % schrumpfen. Da die Einbußen von General Motors, Ford und Chrysler darüber liege, setze sich der Negativtrend der so genannten "Big Three" im US-Geschäft fort. Gestiegen sei der US-Absatz hingegen vor allem bei japanischen Herstellern wie Toyota (plus 11,2 %), Nissan (plus 3,6 %) und Honda (plus 2,7 %).

Daimler-Chrysler hatte im Dezember die Produktion in mehreren US-Werken zwischenzeitlich ruhen lassen. Damit wollte der Konzern die Lagerbestände bereits produzierter Fahrzeuge verkleinern und so den Druck, Preisnachlässe im Verkauf gewähren zu müssen, verringern. Durch diese Umkehr der Strategie seit dem Führungswechsel bei Chrysler im November waren Marktbeobachter ohnehin von einem erneuten Absatzrückgang bei Chrysler im Dezember ausgegangen. Im November war der US-Absatz von Chrysler um 5,5 % geschrumpft.

Der Kurs der Daimler-Chrysler-Aktie gab nach den Verlusten vom Mittwoch am Donnerstag zeitweise bis auf 42,70 Euro und damit den tiefsten Stand seit der Gründung des Unternehmens 1998 nach. Gegen Mittag wurde die Aktie für 42,86 Euro gehandelt, rund ein Prozent unter ihrem Vortagesschluss. Damit ist die Daimler-Chrysler-Aktie nur noch etwa so viel wert wie die Aktie des Vorgängerkonzerns Daimler-Benz im Herbst 1996.

Auch der gesamte Börsenwert des Daimler-Chrysler - Konzerns ist derzeit niedriger als die Marktkapitalisierung der Daimler-Benz im Mai 1998 unmittelbar vor Bekanntwerden des Plans, den Daimler-Konzern mit dem US-Hersteller Chrysler zu fusionieren.

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