US Airways meldet Insolvenz an
Kommentar: Absturz mit Ansage

Da ist sie wieder, die Erinnerung an den 11. September 2001: Wenn Fluggesellschaften ihre Pleite anmelden, taucht dieses Datum unweigerlich als Hauptgrund der Misere auf.

Dabei haben die Terrorattentate, etwa bei den Abstürzen von Swissair oder der belgischen Sabena, die Pleite allenfalls beschleunigt, nicht aber ausgelöst. Nur geringfügig anders liegt der Fall bei US Airways. Gewiss leiden alle US-Fluggesellschaften noch heute unter einem weit stärkeren Passagierrückgang als etwa europäische Airlines. Bei US Airways kommt hinzu, dass mit dem Washington-Airport ausgerechnet der Hauptknotenpunkt der Gesellschaft längere Zeit geschlossen blieb. Dennoch war die Pleite bereits vor dem 11. September vorhersehbar: Seit Mitte 1999 wies US Airways in elf von zwölf Quartalen einen Verlust aus. Da war der Absturz bei der nächsten Konjunkturkrise nur eine Frage der Zeit.

Matthias Eberle
Matthias Eberle
Handelsblatt / Ressortleiter Ausland
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