US-Aktien bauen Gewinne nach Konjunkturdaten kräftig aus - Anleihen unter Druck
Wall Street glaubt an Weihnachten

Nach der Veröffentlichung überraschend positiver Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Mittwoch ihre Kursgewinne kräftig ausgebaut. Angesichts der gestiegenen Verbraucherausgaben und günstigeren Arbeitsmarktzahlen hofften Investoren nun auf eine Erholung der Unternehmensgewinne.

fw/vwd NEW YORK Und weiter geht die Aufholjagd. Nachdem die Börsen am Vortag die überwiegend positive Tendenz der vergangenen Wochen unterbrochen hatten, waren gestern wieder alle Pfeile nach oben gerichtet. Auslöser waren Konjunkturdaten in den USA. Dort schien die Welt gestern aus Sicht der Börsianer wieder in Ordnung zu sein: Die amerikanischen Verbraucher geben weiterhin fleißig Geld aus und bestellen viele dauerhafte Wirtschaftsgüter. Der Neuzugang bei den Arbeitslosenzahlen fiel stärker, als von den Experten erwartet worden war. Einen besonderen Schub gab dann noch der Anstieg des Indexes der Einkaufsmanager in der Region Chicago. Er gibt einen Hinweis darauf, dass auch die Autokonjunktur in den USA offenbar stärker ist, als sie zuletzt von vielen Analysten eingeschätzt worden war. Die Zahlen der US-Notenbank über das immer noch schwache Wachstum beeindruckten die Märkte dagegen nur wenig.

Die amerikanischen Börsianer hoffen jetzt, dass das Weihnachtsgeschäft doch noch gut laufen wird, davon profitierten Einzelhandelstitel wie GAP. In New York zeigten auch die beiden Schwergewichte General Motors und Citigroup besondere Stärke. Der amerikanische Markt legte aber in seiner ganzen Breite zu. Auch die Technologiewerte an der Nasdaq waren gefragt. Eli Lilly profitierte von der Zulassung eines Medikaments. Die US-Börse bleibt am Donnerstag wegen eines Feiertags geschlossen und öffnet am Freitag nur eingeschränkt.

Bis Handelsschluss gewinnt der Dow-Jones-Index 2,9 Prozent auf 8 932 Zähler. Der S&P-500-Index steigt um 2,8 Prozent auf 938 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index rückt um drei Prozent auf 1 488 Stellen vor.

Die Überraschend guten Wirtschaftszahlen haben die Kurse der US-Anleihen am Mittwoch unter Druck gesetzt. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von 4,0 Prozent verloren im späten Geschäft 1-17/32 auf 97-29/32 und rentierten mit 4,258 Prozent. Damit habe die Rendite den höchsten Stand seit August erreicht, hieß es aus dem Handel. Der Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent fiel um 2-22/32 auf 103-29/32. Die Rendite stieg auf 5,105 Prozent. Wegen des Feiertags "Thanksgiving" am Donnerstag schloss der Anleihemarkt am Berichtstag schon um 20.00 Uhr MEZ. Am Feiertag bleibt der Markt geschlossen. Am Freitag endet der Handel um 20.00 Uhr MEZ.

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