US-Aktien im späten Handel von Konjunkturdaten belastet
Wall Street tendiert leichter

Die Kurse an der New Yorker Aktienbörse sind nach einer richtungslosen ersten Sitzungshälfte im späten Handel klar ins Minus gerutscht.

Reuters NEW YORK. Die Kurse an der New Yorker Aktienbörse sind nach einer richtungslosen ersten Sitzungsshälfte im späten Handel klar ins Minus gerutscht. Die jüngsten Wirtschaftsindikatoren, welche ein unerwartet robustes Bild der US-Konjunktur auufzeigten, hätten die Marktstimmung belastet, sagten Händler. Es sei nun unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank bei ihrem nächsten Treffen Ende Januar eine agressive Zinssenkung vornehmen werde.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte rund eindreiviertel Stunden vor Handelsschluss 1,01 % schwächer bei 10 502 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,86 % auf 1315 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq Composite Index lag 0,39 % im Minus bei 2630 Zählern, nachdem er im frühen Handel noch über zwei Prozent zugelegt hatte.

AOL gab nach

Für einen weiteren Dämpfer sorgten die nach unten revidierten Gewinn- und Umsatzprognosen der beiden Computerkonzerne Hewlett-Packard (HP) und Gateway, sagten Händler. Es sei jedoch überraschend, dass der Markt trotz diesen schlechten Nachrichten von HP und Gateway nicht deutlicher nachgegeben habe. Die Papiere von Hewlett-Packard fieln um 5,2 % auf 30-5/8 $, während Gateway um 8,8 % auf 20,88 $ einbrachen.

Die Titel von AOL gaben 1,23 % auf 46,66 $ nach, nachdem am Vorabend die US-Aufsichtsbehörde gut ein Jahr nach deren Ankündigung der Fusion zwischen AOL und Time Warner zum neuen Internet- und Mediengiganten AOL Time Warner zugestimmt hatte.

Die US-Einzelhandelsumsätze und die-Erzeugerpreise sind im Dezember unerwartet gestiegen und machen Analysten zufolge eine weitere deutliche Senkung der US-Zinsen im Januar unwahrscheinlich. "Die Anleger, welche auf eine (Zins-) Senkung von 50 Basisspunkten für Ende Januar gehofft hatten, sind schwer enttäuscht über die Daten" sagte eine Analystin. Der Einzelhandelsumsatz stieg nach Angaben des US-Handelsministerium vom Freitag um 0,1 % zum Vormonat. Analysten hatten dagegen nach einem Rückgang im November auch im Dezember mit einem Minus von 0,4 % gerechnet. Die Erzeugerpreise stiegen den Angaben nach in der Kernrate um 0,3 % zum Vormonat. Volkswirten zufolge signalisieren die Zahlen, dass die Furcht der Anleger vor einer Rezession in den USA übertrieben ist, und die Fed mit einer weiteren Zinssenkung noch etwas abwarten wird.

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