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US-Aktien: Umschwung ins Minus

Die New Yorker Indizes haben in der Gewinnzone eröffnet, drehen dann aber ins Minus. Schwache Finanzaktien drücken auf den Dow Jones Index. J.P. Morgan startet den Tag auf dem Dow Verliererplatz. Trotz guter Nachrichten der Glasfaserausstatter tendieren die Aktien jetzt im Minus. Intel eröffnet sowohl als Gewinner des Dow Jones Indexes als auch des Nasdaq Indexes. Gestern hat der größte Chiphersteller der Welt seinen Pentium 4 Chip auf den Markt gebracht.

NEW YORK. Lucent Technologies muss zum Börsenbeginn starke Verluste hinnehmen. Der Netzwerkausstatter hat am Morgen Fragen aufgeworfen, was die Buchung von Umsätzen über 125 Millionen Dollar betrifft. Daher kann Lucent die Gewinnaussichten für das nächste Quartal und das kommende Jahr nicht bestätigen. Für das vierte Quartal reduziert das Management die Prognosen vorerst um zwei Cents pro Aktie.



Die Nortel Aktie steigt leicht. Der weltgrößte Hersteller von Glasfaserzubehör erwartet für das laufende Jahr ein Gewinn- und Umsatzwachstum von über 40 Prozent. Damit ist die Talfahrt gestoppt, die die Aktien in den vergangenen Tagen angetreten hatten. Seit Freitag hat der Wert um 13 Prozent verloren. Analysten hatten befürchtet, dass Nortel wichtige Marktanteile an die Konkurrenz verlieren könnte. Näheres erfahren Analysten heute auf einer Analystenkonferenz, die Nortel heute in Boston abhält.



Medtronic

eröffnet nach guten Quartalsergebnissen mit großen Kursgewinnen. Der Gewinn des Weltmarktführers für Medizintechnologie lag im Rahmen der Ertragschätzungen. Goldman Sachs rät weiterhin zum Kauf der Aktie. Neue Produktlinien, gekoppelt mit der soliden Geschäftsperformance im abgeschlossenem Quartal machen die Aktie weiterhin kaufenswert.



Avnet hat vor einem geringeren nächsten Quartal gewarnt. Probleme bereiten dem Vertreiber von Computerteilen und Chips die riesigen Lagerbestände, die sich bei den Chipherstellern angesammelt haben. Das Unternehmen senkt seine Gewinnprognosen von 85 Cents pro Aktie auf 75 bis 80 Cents pro Aktie.



Auch Agilent Technologies kann kräftig zulegen. Die ehemalige Hewlett-Packard Tochter und Hersteller von Testgeräten konnte mit seinen Quartalsergebnisse die Prognosen der Wall Street schlagen. Zudem bestätigte Agilent die Zukunftsprognosen. Die Investment Bank Goldman Sachs empfiehlt den Wert vor Börseneröffnung als überdurchschnittlicher Marktperformer.



Das US-Handelsdefizit ist im September gewachsen. Die Importe stiegen auf ein Rekordniveau von 3,1 Prozent. Der Export ging um 0,7 Prozent zurück. Besonders Automobile, Computer und Telekommunikationszubehör warten bei den ausländischen Handelspartnern weniger gefragt. Der im Währungsvergleich steigende Dollar machte amerikanische Produkte im Ausland teurer. Im Vergleich zu anderen Währungen verteuerte sich der Dollar in diesem Jahr um zwölf Prozent. Der steigende Ölpreis beeinflusste das Ergebnis negativ.

Die geringe Arbeitslosenquote und die weiterhin starke Konsumbereitschaft der US-Bevölkerung treiben die Importquote hoch, wogegen die US-Unternehmen unter schwindender internationaler Nachfrage leiden. Die Spanne zwischen den In- und Exporten der USA hat sich im September auf 34,26 Milliarden Dollar ausgeweitet. Der Zuwachs übersteigt damit die Erwartungen der Analysten, die lediglich mit einem Anstieg auf 30,7 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Im August hatte das US-Handelsbilanzdefizit mit 29,8 Milliarden Dollar den geringsten Stand seit sechs Monaten erreicht.

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