US-Aktienmärkte tendieren uneinheitlich
Wal Mart belastet den Dow

Nach den Kursgewinnen der vergangenen beiden Handelstage nahmen die Investoren an den US-Börsen Gewinne mit. Die Standardwerte schlossen mit Verlusten. Dagegen stützten die Aktien des Halbleiterherstellers Intel die Technologiebörse Nasdaq.

bib NEW YORK. Die US-Aktienmärkte tendierten am Dienstag uneinheitlich. Während der Dow Jones unter Vortagesniveau schloss, zogen die Aktien des Chip-Herstellers Intel die Nasdaq mit sich ins Plus. "Die Geschwindigkeit, mit der der Markt in den vergangenen Tagen zugelegt hatte, konnte erwartungsgemäß nicht anhalten", sagte Howard Kornblue von ING Pilgrim.

Nur im frühen Handel hatten die Standardwerte von unerwartet guten Konjunkturdaten profitiert. So ist der vom Institute of Supply Management berechnete Dienstleistungs-Index im Februar so stark gestiegen, wie seit 15 Monaten nicht mehr. Einem weiteren Bericht zufolge ging außerdem die Zahl der Entlassungen in den USA zurück. Die Marktteilnehmer blieben dennoch skeptisch: "Unternehmensgewinne werden weiter rar sein", sagte etwa Jeffrey Knight, Anlagestratege bei Putnam Investments die Stimmung am Markt. "Einzelne Werte könnten enttäuschen."

Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte verlor 1,4 %. Der breiter gefasste S & P-500-Index sank um 0,7 %, während der Technologieindex Nasdaq mit einem Plus von 0,4 % aus dem Handel ging. Insgesamt wurden 1,4 Mrd. Aktien gehandelt. Dabei standen 1 584 Kursgewinnern 1 541 Verlierer gegenüber.

Die Baumarktkette Home Depot gehörte mit einem Minus von fast 3 % zu den größten Verlierern im Dow Jones. Ebenfalls 3 % niedriger notierte die Aktie der Supermarktkette Wal Mart. Mit minus 6 % nahmen die Titel von Bed Bath & Beyond einen der hinteren Plätze im S & P-500 ein. Zuvor hatte die Investmentbank Credit Suisse First Boston die gesamte Einzelhandelsbranche auf "Untergewichten" herabgestuft.

Kursgewinne verzeichneten dagegen Halbleiteraktien: Das Papier des Chipherstellers Intel verteuerte sich um knapp 3 %, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley die Titel des Kalifornischen Unternehmens von "Outperform" auf "Nachhaltige Kaufempfehlung" hochgestuft hatte. Die Analysten erwarten steigende Gewinne für das zweite Halbjahr. Seit vergangenem September haben sich Intel um mehr als 65 % verteuert. Vom Aufwärtstrend bei Intel profitierte auch die Aktie von Xilinx , die mehr als 3 % gewann. Auch Advanced Micro Devices sowie Altera stiegen um 3 %.

Vor allem konjunkturabhängige Werte waren bei den Investoren gefragt. Darunter litten so genannte defensive Aktien, etwa Pharmatitel. Pfizer büßten etwa 3 % und Pharmacia 1 % ein. Einem Bericht zufolge haben die beiden Medikamentenhersteller in Europa die Patentrechte für das Rheumamittel Vioxx verloren.

"In den vergangenen Monaten haben die Anleger stabile Werte bevorzugt", sagte Will Braman von John Hancock Funds in Boston. "Jetzt muss man nicht mehr Aktien wie die von Procter & Gamble kaufen." So wie Braman dachten viele: Die Konsumaktie Procter fiel um 2 %.

Zum wiederholten Male abwärts ging es mit den Titeln des Mischkonzerns Tyco International. Die Aktie büßte rund 3 % ein, nachdem sie am Vortag deutlich zugelegt hatte. Im Zuge des Enron-Skandals war das Unternehmen wegen undurchsichtiger Bilanzierungspraktiken in die Kritik geraten.

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