US-Aktionäre verkaufen bei anziehendem Kurs
T-Aktie setzt Talfahrt in Richtung Emissionspreis fort

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Kursschwäche im Telekomsektor sowie anhaltender Sorgen über einen massiven Rückfluss von Papieren der Deutschen Telekom ist die T-Aktie am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Jahren gefallen.

rtr FRANKFURT. Bis 12.45 Uhr (MESZ) gab die Aktie um 3,45 % auf 15,93 ? ab, nachdem sie zuvor bei 15,85 ? den tiefsten Stand seit Januar 1998 markiert hatte. Damit fiel das Papier weiter in Richtung seines Emissionspreises vom November 1996, der bei 28 DM oder 14,30 ? gelegen hatte. Der Dow-Jones-Eurostoxx-Telekomindex gab um rund 3,21 % nach.



Nachdem am vergangenen Wochenende eine Haltefrist für die Aktionäre des von der Telekom zum größten Teil per Aktientausch übernommenen US-Mobilfunkunternehmens Voicestream abgelaufen war, gehen Analysten davon aus, dass ein weiterer Rückfluss an Telekom-Papieren den Kurs der T-Aktie zumindest bis zum Ende des Jahres belasten wird. An 1. Dezember läuft eine weitere Haltefrist aus.

Merck-Finck-Analyst Theo Kitz sieht in dem aktuellen Kursverlust eine eher technische Reaktion: "Ich habe die Schwäche erwartet, weil die Haltefrist abgelaufen ist." Jedes Mal wenn Anleger wegen der Kurs-Schwäche der T-Aktie eine Kaufmöglichkeit sähen, nutzten in den USA ehemalige Voicestream-Aktionäre die Chance, Telekom-Papiere in die Stärke hinein zu verkaufen. "Der Kurs der T-Aktie könnte auf Grund des Auslaufens der Haltefristen bis auf den Emissionspreis fallen. Mein fairer Wert für das Papier liegt bei 21 bis 22 ?, aber ich glaube, dass wir dieses Niveau erst am Anfang kommenden Jahres erreichen werden." Der Analyst stuft die Aktie auf Sicht von sechs Monaten auf "market performer" ein.

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