US-Amerikaner Miller holt mit Top-Slalom-Ergebnis Silber
Aamodt triumphiert in der Kombination

"Medaillenhamster" Kjetil-Andre Aamodt hat seine riesige Trophäensammlung um Gold in der olympischen Kombinations-Premiere von Salt Lake City bereichert. Im erstmals bei Olympia an einem Tag veranstalteten alpinen Doppel-Wettbewerb gewann der mehrfache Weltmeister aus Norwegen am Mittwoch seine insgesamt 16. Medaille bei Großereignissen.

HB/dpa SALT LAKE CITY. Der Skandinavier ist damit Rekordhalter im alpinen Skisport. Es war das zweite Olympia-Gold des 30-Jährigen nach dem Triumph im Super-G vor zehn Jahren in Albertville. Mit einer tollen Aufholjagd im Slalom holte US-Boy Bode Miller Silber. Bronze ging an den Österreicher Benjamin Raich. Deutsche Läufer waren nicht am Start.

Nach der Abfahrt und zwei Slalom-Durchgängen binnen eines Tages gewann Aamodt mit der Gesamtzeit von 3:17,56 Minuten mit 0,28 Sekunden Vorsprung vor Miller, der nach der Abfahrt nur den 15 Platz belegt hatte. Mitfavorit Lasse Kjus (Norwegen) fiel zurück und belegte am Ende Platz fünf hinter dem Österreicher Rainer Schönfelder.

In der Abfahrt auf der "Grizzly"-Piste in Snowbasin war der dreimalige Weltmeister Aamodt am Morgen der Schnellste vor Kjus gewesen, der mit einem Patzer kurz vor dem Ziel wertvolle Zeit verspielt und 0,18 Sekunden Rückstand auf den Führenden hatte. Kjus, der Olympiasieger von 1994, hatte nach dem Abfahrts-Silber vom Sonntag ebenfalls bereits seine insgesamt 15. Medaille im Visier.

"Mein Lauf war ziemlich gut", hatte Aamodt nach der Abfahrt gesagt, aber gleichzeitig eingeschränkt: "Der Slalom ist das Wichtigste in der Kombination." Zum Slalom wechselten die Herren auf die "Wildflower"-Strecke, wo am Vortag die Damen-Abfahrt stattgefunden hatte.

Angesichts tückischer Windböen war nach der Abfahrt Kritik laut geworden. "Das Rennen ist nicht ganz regulär", sagte der Benjamin Raich, der zunächst als 13. ebenso wie Bode Miller (USA/15.) vor dem Torlauf über zwei Sekunden Rückstand hatte. Rainer Schönfelder meinte: "Der Wind kommt von allen Seiten. Er ist stärker als bei der Spezialabfahrt, da wäre man sicher nicht gefahren. Aber vielleicht zählt die Kombination ja nicht so viel."

In den vergangenen Jahren war die Doppel-Disziplin meist eine Domäne der beiden skandinavischen Allround-Künstler gewesen. Aamodt holte bei den Weltmeisterschaften in Sestriere (1997), Vail (1999) und St. Anton (2001) drei Mal in Folge den Kombi-Titel. Kjus war 1994 bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer sowie ein Jahr zuvor bei der WM in Morioka der Sieger. Nur 1996 (Marc Girardelli) und 1998 (Mario Reiter) war die Siegesserie des Norweger-Duos bei Großereignissen unterbrochen worden.

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