US-Anleger steckten im 3. Quartal 4 Mrd. US-Dollar in europäische Aktien
Niedriges Anlagerisiko in Europa

US-Anleger steckten im 3. Quartal 4 Mrd. US-Dollar in europäische Aktien.

Bloomberg LONDON. US-Investoren steckten im dritten Quartal dieses Jahres die Rekordsumme von 4 Mrd. US-Dollar in europäische Aktien, der größte Einsatz seit 1997, berichtet Lehman Brothers Die Investoren setzen das dritte Jahr in Folge darauf, dass Europa ein niedrigeres Anlagerisiko darstellt als die USA oder Japan. Im dritten Quartal 1997 hatten US-Anleger 8,5 Mrd. Dollar in europäische Aktien investiert.

Der Trend hin zu europäischen Aktien kontrastiert mit Entwicklungen in Japan, wo US-Investoren im dritten Quartal Aktien im Volumen von 5,7 Mrd. Dollar verkauften, so die Erhebung der Aktienstrategen Edwina Neal, Joe Rooney und Ian Scott von Lehman Brothers "Dies ist das erste Mal seit drei Jahren, dass wir bedeutende Käufe feststellen konnten," erklärte Neal. "In Zeiten, wo die Konjuktur sich abschwächt und der US-Markt für Unternehmenskredite härter wird, sieht Europa wie ein relativ sicherer Hafen aus. Vor allem jetzt, da der Euro endlich wieder auf die Füsse kommt."

US-Investoren sind die größten ausländischen Investoren in Europa und Japan. Der Dow-Jones-Europe-Stoxx-50-Index, der die 50 größten Unternehmen der Region abbildet, gab in diesem Jahr um 0,8 Prozent nach. Der Standard & Poor?s 500 Index liegt dagegen mit 10,5 und der japanische Topix mit 20 Prozent im Minus.



Die Investitionsbewegungen folgten diesem Trend jedoch nicht das ganze Jahr: Im zweiten Quartal verkauften US-Investoren europäische Aktien im Wert von 12 Mrd. Dollar, so Neal. In Japan verkauften US-Investoren im selben Zeitraum Aktien im Wert von 12,4 Mrd. Dollar. Der wachsende Zufluss in europäische Aktien lässt sich vor allem auf die Besorgnis zurückführen, dass sich das nun seit beinahe zehn Jahren robuste Wirtschaftswachstum in den USA abschwächen könnte. Diese Befürchtungen lassen die US-Investoren bei heimischen Aktien vorsichtiger werden. Gleichzeitig wächst die Auffassung, dass sich der Euro stabilisiert hat.

Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte Daten zeigen, dass die USA im dritten Quartal ihr langsamstes Wachstum seit vier Jahren verzeichnete. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal um jährliche 2,4 Prozent, nach einem zuvor prognostizierten Wachstum in Höhe von 2,7 Prozent, so das US-Handelsministerium.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%