US-Arbeitslosenzahlen belasten
Europäische Börsen: Auf breiter Front im Minus

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag schwächer geschlossen. Händler sagten, Gewinnmitnahmen und Konjunktursorgen in den USA und zunehmend in Europa hätten den Markt belastet. Nach den jüngsten Kursgewinnen sei eine Konsolidierung angesagt gewesen.

Am Nachmittag hatte das US-Arbeistministerium eine gestiegene Zahl der Erstanträge für Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben und damit Händlern zufolge erneut Sorgen über die Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums aufkommen lassen und somit die US-Börsen belastet. Die Zahl der Erstanträge für Arbeitslosenhilfe stieg in der Woche zum 28. April auf 421 000 nach 412 000 in der Woche davor.

In den USA notierten die Aktienmärkte rund eine halbe Stunde vor Börsenschluss in Frankfurt im Minus. Der Dow-Jones-Index gab um 1,18 % auf 10 747 Punkte und der Nasdaq-Composite-Index um mehr als 3,2 % auf 2 148 Zähler ab. Unter den europäischen Indizes verlor der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz um 2,27 % auf 4 136 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 2,06 % auf 4 399 Stellen.

LONDON - Vodafone nach Platzierung im Minus

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index um 2,34 % auf 5765,8 Punkte gefallen. Im Zentrum standen Händlern zufolge die Papiere von Vodafone. Das Telekomunternehmen hatte bekannt gegeben, es habe Aktien mit einem Rekordvolumen von 3,5 Milliarden Pfund platziert. "Bei Vodafone und BT ist heute die ganze Aktivität", sagte ein Händler. "Der Markt hat viel Bargeld und kann die Dinge für den Moment absorbieren, aber es hält den Gesamtmarkt niedrig." Vodafone-Aktien fielen um 4,9 %. BT sanken um 0,25 %. Des Weiteren standen Finanz- und Ölwerte auf der Verliererliste.

ZÜRICH - Leichter mit Aufschlägen bei Roche

Die Schweizer Börse hat nach einer stärkeren Eröffnung im Verlauf zunehmend an Boden verloren und schwächer geschlossen. Der SMI-Index büßte 0,95 % auf 7300,0 Punkte ein. Eine gute Stütze für den Markt habe Roche GS dargestellt, sagten Händler. Sie gingen 0,4 % höher aus dem Markt mit 12.800 sfr. Händler sprachen von Umschichtungen aus Novartis, die 1,2 % auf 2639 sfr nachgaben.

PARIS - Leichter

In Paris fiel der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen um 2,08 % auf 5457,07 Punkte. Ein deutliches Minus von 3,86 % bei den Titeln der schwergewichtigen Telefongesellschaft France Telecom zogen den Index ins Minus. Die Papiere fielen um mehr als 5,5 % auf 74,65 Euro. Die Umsatzzahlen für das erste Quartal seien auf den zweiten Blick nicht so gut, sagten Händler. Die Titel der Mobilfunktochter Orange schwächten sich um rund 2,6 % ab.

MAILAND - Versicherer unter Druck

In Mailand fielen die Titel des Versicherers Aleanza Assicurazioni und der Konzernmutter Generali, nachdem Aleanza eine Neubewertung seiner Vermögensanlagen vorgenommen hatte. Alleanza-Papiere lagen zum Handelsende mehr als 16 % im Minus bei 12,18 Euro, während Generali-Aktien 2,17 % auf 35,15 Euro fielen. Der MIB30-Index verringerte sich um 2,45 % auf 39.885 Punkte.

MADRID - Schwächer mit Abschlägen bei Repsol

An der Börse in Madrid fiel der Ibex-Index im europäischen Trend um 1,4 % auf 9497,2 Zähler. Titel des Telefonkonzerns Telefonica, die im Ibex mit mehr als einem Viertel gewichtet sind, schlossen 2,4 % niedriger bei 18,44 Euro. Finanztitel gaben ebenfalls nach.

AMSTERDAM - Schwächer mit Verlusten bei Techwerten

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse gefallen. Der AEX-Index rutschte um 2,1 % auf 585,44 Punkte. Zu den größten Verlierern gehörten Titel aus den Bereichen Technologie-, Medien und Telekommunikation, was Händler auf die negativen US-Börsen zurückführten. Unter den größten Verlieren waren die Aktien von UPC, ASML und KPNQuest, die jeweils bis zu mehr als sechs % verloren.

WIEN - Schwächer mit Abschlägen bei Wienerberger

Die Wiener Börse hat schwächer geschlossen. Der ATX verlor 1,3 % auf 1202,62 Punkte. Die Titel von Wienerberger fielen um mehr als sieben % auf 20,61 Euro, nachdem das Unternehmen ein schwächeres Ergebnis für das erste Quartal 2001 als von Analysten erwartet bekannt gab.

BRÜSSEL - Leichter bei dünnen Umsätzen

In Brüssel fiel der Bel20-Index um 1,49 % auf 2797,33 Zähler, belastet von Abschlägen bei Papieren des Indexschwergewichts Fortis B. Fortis gaben um 1,93 % auf 28 Euro nach. Händler sagten, die hohen Kreditvergaben an Telekomunternehmen lasteten auf den Finanzwerten. Zulegen konnten dagegen die Papiere des Netzwerkanbieters Telindus, was Händler auf einen Kurssprung am Vortag des US-Partners Cisco zurückführten. Telindus stiegen um rund fünf %.

STOCKHOLM - Ericsson fielen deutlich

Die Stockholmer Börse präsentierte sich schwach. Der OMX-Index notierte bei 907 Punkten (minus 2,85 %), belastet von deutlichen Abschlägen bei Indexschwergewicht Ericsson. Ericsson verbilligten sich um 4,5 % auf 63,50 skr. Händler führten die Abschläge auf Gewinnmitnahmen zurück.

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