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US-Armee: Afganistan-Wahl Niederlage für Terror

Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben die erste Präsidentenwahl des Landes als „gewaltige Niederlage“ der radikalislamischen Taliban und des Terrornetzes El Kaida bezeichnet.

dpa KABUL. Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben die erste Präsidentenwahl des Landes als "gewaltige Niederlage" der radikalislamischen Taliban und des Terrornetzes El Kaida bezeichnet.

Der US-Kommandeur in Afghanistan, General David Barno, sagte am Mittwoch in Kabul, mit der Stimmabgabe vom Samstag hätten die Afghanen ihren Mut und ihre Entschlossenheit gegen die terroristische Propaganda bewiesen. Die Taliban hatten Wähler und Kandidaten mit dem Tode bedroht. Am Wahltag, dem 9. Oktober, war es allerdings relativ ruhig geblieben.

Barno sagte: "Der Krieg ist nicht vorbei, aber diese Schlacht war ein großer Erfolg für das afghanische Volk." Der Sprecher der radikalislamischen Taliban, Abdul Latif Hakimi, betonte am Mittwoch, der Dschihad (Heilige Krieg) gegen die US-Truppen und ihre Unterstützer gehe weiter. Man habe am Wahltag keine muslimischen Glaubensbrüder angreifen wollen. Die Rebellen würden ihre Angriffe auch während des bevorstehenden muslimischen Fastenmonats Ramadan fortsetzen.

Barno sagte, da es keine Beweise für den Tod von El-Kaida-Chef Osama bin Laden gebe, müsse man davon ausgehen, dass er am Leben sei. Man wisse aber nicht, wo Bin Laden sich aufhalte.

Ein Ergebnis der Wahl wird frühestens Ende des Monats erwartet. Die Stimmenauszählung verzögerte sich wegen der Untersuchung auf unbestimmte Zeit. Internationale und afghanische Wahlbeobachter hatten die Wahl als überwiegend frei und fair gewertet, aber auch Probleme eingeräumt. Insgesamt standen 18 Kandidaten zur Wahl, zwei hatten allerdings zur Unterstützung Karsais aufgerufen.

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