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US-Armee verstärkt Druck auf irakische Rebellen

Das US-Militär hat am Dienstag mit Aktionen in mehreren Landesteilen im Irak den Druck auf die Aufständischen verstärkt. Insgesamt mindestens 29 Menschen kamen bei Bombardements, Kämpfen und Anschlägen ums Leben.

dpa BAGDAD. Das US-Militär hat am Dienstag mit Aktionen in mehreren Landesteilen im Irak den Druck auf die Aufständischen verstärkt. Insgesamt mindestens 29 Menschen kamen bei Bombardements, Kämpfen und Anschlägen ums Leben.

Die US-Streitkräfte gingen mit neuen Luftangriffen auf Falludscha, Durchsuchungen von Moscheen in Ramadi und Operationen im südlichen Vorland von Bagdad gegen bewaffnete Gruppen vor.

In Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad, kam es zu Kämpfen, nachdem US-Soldaten und irakische Nationalgardisten ein zum Teil von Rebellen kontrolliertes Viertel umstellt hatten. Dabei wurden nach Angaben von Ärzten sieben Iraker getötet. Zwölf Verdächtige wurden festgenommen. In einem anderen Stadtviertel kamen nach Polizeiangaben bei einem gegen einen US-Konvoi gerichteten Selbstmordanschlag weitere sieben Menschen ums Leben.

In der Rebellenhochburg Ramadi durchsuchten irakische Sicherheitskräfte mit Hilfe von US-Marineinfanteristen mehrere Moscheen nach Rebellenverstecken und Waffen. Das US-Militär nahm Abdel Alem el Sadi, den höchsten sunnitischen Geistlichen der Region, seinen Sohn sowie sechs Moschee-Wächter fest.

In der Nacht bombardierte die US-Luftwaffe die benachbarte Rebellenhochburg Falludscha. Dabei seien eine "Zentrale" und ein Unterschlupf des Terrornetzes des Jordaniers Abu Mussab el Sarkawi getroffen worden, erklärte das US-Militär. Augenzeugen sagten, eine Bombe habe ein Restaurant getroffen und zwei Wächter getötet.

Zwischen Falludscha und Ramadi eröffneten US-Soldaten am Dienstag das Feuer auf ein ziviles Auto. Alle fünf Insassen, darunter eine Frau und ein Kind, seien getötet worden, teilten Krankenhausärzte mit. In der weiter nordwestlich im Euphrat-Tal gelegenen Stadt Hit gingen die Kämpfe zwischen US-Truppen und Aufständischen weiter. Dabei kamen nach Krankenhausangaben zwei Menschen ums Leben.

In der nordirakischen Stadt Mossul erschossen Unbekannte einen Regionalpolitiker und dessen Chauffeur. Bei einem Sprengstoffanschlag nahe Tikrit, 160 Kilometer nördlich von Bagdad, starb ein Iraker, teilte die Polizei mit. Eine US-Streife, der der Anschlag gegolten hatte, sei nicht zu Schaden gekommen. Bei einem ähnlichen Anschlag in Samarra kamen drei Iraker ums Leben, darunter ein Kind, berichtete der arabische Sender El Arabija. Die türkische Regierung bestätigte die Freilassung von zehn Türken aus 40-tägiger Geiselhaft im Irak.

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