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US-Armee zerstört Fahrzeugkonvoi in Afghanistan

US-Kampfflugzeuge haben nach offiziellen US-Angaben am Freitag einen Fahrzeugkonvoi in Ostafghanistan zerstört, der Mitglieder der Führungsriege der Taliban oder der Extremistengruppe El Kaida befördert haben soll.

rtr WASHINGTON/ISLAMABAD. Kampfhubschrauber und Kampfjets der Marine hätten den Konvoi nahe der Stadt Chost südwestlich der Bergregion Tora Bora angegriffen, sagte der Vize-Stabschef der US-Armee, Peter Pace in Washington. Die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP meldete, bei einem US-Luftangriff auf einen Fahrzeugkonvoi nahe der Stadt Gardes seien 65 Menschen getötet worden. Darunter seien Stammesälteste und frühere Mudschahedin-Kommandeure gewesen, die auf dem Weg zur Vereidigung der neuen Übergangsregierung in Kabul gewesen seien. Gardes liegt nicht weit von Chost.

Zehn bis zwölf Fahrzeuge seien zerstört worden, sagte Pace in Washington. "Die Fahrzeuge wurden zerstört, die Menschen getötet und das Lager, von dem die Fahrzeuge aufgebrochen waren, wurde vernichtet", sagte Pace weiter. Der Angriff habe auf Geheimdienstinformationen basiert. Pace sagte nicht, ob sich in dem Konvoi Führungsmitglieder der Taliban oder der EL Kaida befunden haben sollen. AIP meldete unter Berufung auf ein Mitglied des Provinzrates von Paktia, 14 Fahrzeuge des Konvois seien bei dem Angriff zerstört worden. Gardes und Chost gehören zur Provinz Paktia. Die US-Bombenangriffe hätten am Donnerstag begonnen und bis Freitag angehalten, meldete AIP weiter.Für Berichte aus dem Kampfgebiet gibt es keine unabhängige Bestätigung. Am Samstag soll in Kabul die afghanische Übergangsregierung vereidigt werden. Darauf einigten sich die Teilnehmer der von den Vereinten Nationen (UNO) veranstalteten Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn Anfang Dezember. Sie löst die radikal-islamischen Taliban ab, die von afghanischen Oppositionsgruppen und Stammesverbänden gemeinsam mit den US-Streitkräfte geschlagen worden war. Die USA hatten die Taliban angegriffen, da diese dem Moslem-Extremisten Osama bin Laden Schutz gewährt hatten, den die USA für die Anschläge vom 11. September verantwortlich machen.

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