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US-Auftragseingang bei langlebigen Gütern auf zweiten Blick positiv

In den Vereinigten Staaten ist der stärker als erwartet ausgefallene Rückgang bei den Auftragseingängen für langlebige Güter nach Einschätzung von Experten nur auf den ersten Blick enttäuschend. Der um die Transportgüter bereinigte Anstieg von 2,3 Prozent bestätige unterm Strich das positive Bild der US-Wirtschaft. "Die Zahlen sind ein Zeichen dafür, dass der Investitionszyklus im Gange ist", schreibt Dekabank-Expertin Gabriele Widmann.

dpa-afx WASHINGTON. In den Vereinigten Staaten ist der stärker als erwartet ausgefallene Rückgang bei den Auftragseingängen für langlebige Güter nach Einschätzung von Experten nur auf den ersten Blick enttäuschend. Der um die Transportgüter bereinigte Anstieg von 2,3 Prozent bestätige unterm Strich das positive Bild der US-Wirtschaft. "Die Zahlen sind ein Zeichen dafür, dass der Investitionszyklus im Gange ist", schreibt Dekabank-Expertin Gabriele Widmann.

Am Rentenmarkt verloren die US-Staatspapiere nach Bekanntgabe der Daten deutlich. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihe konnte die am Donnerstagabend eingeschlagene Erholung fortsetzen und stabilisierte sich über der Marke von vier Prozent. Am Mittwoch war die Rendite erstmals seit Anfang April geringer als vier Prozent. Der Dollar rutschte in den Minuten nach der Bekanntgabe bis auf 0,8 090 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte August, konnte sich aber schnell wieder erholen.

Kern-Auftragseingang Stieg SO Stark WIE Seit März Nicht Mehr

Insgesamt gingen die Auftragseingänge für langlebige Güter nach Angaben des US-Wirtschaftsministeriums im August um 0,5 Prozent zurück. Experten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang gerechnet. Allerdings wurde der Anstieg für den Juli von 1,7 Prozent auf 1,8 Prozent nach oben revidiert. Ohne Transportgüter, bei denen der Auftragseingang im August um 6,8 Prozent sank, stiegen die Bestellungen mit 2,3 Prozent zudem so stark wie seit März nicht mehr.

Nach Einschätzung der Dekabank offenbart der Blick auf die Details "recht gute Aussichten, gibt aber keinen Anlass, in Konjunktureuphorie zu verfallen". So seien die Auftragseingänge für Fahrzeuge (5,7 Prozent), für Computer und Elektronik (4,1 Prozent) und verarbeitete Metalle (4,2 Prozent) zwar deutlich gestiegen. Der Rückgang bei den Investitionsgüter ohne Verteidigung ex Flugzeuge um 0,5 Prozent seien jedoch ein Wermutstropfen, denn diese gelten als guter Vorläufer für die gewerblichen Investitionen, heißt es in einer Studie der Bank.

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