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US-Autoabsatz im Februar weiter gesunken

Reuters DETROIT. Auch im Februar haben Automobilhersteller auf dem US-Markt im Vergleich zum Vorjahresmonat Absatzrückgänge verbucht. Von den großen Unternehmen meldeten am Donnerstag General Motors , Ford und DaimlerChrysler einen Rückgang ihrer Verkaufszahlen in den USA. Der weltgrößte Autokonzern General Motors gab einen Absatzrückgang im US-Geschäft von neun Prozent auf 213 121 Einheiten bekannt. Ursache sei weiterhin eine allgemeine Absatzschwäche der Industrie auf Grund einer sich abschwächenden US-Konjunktur. Der US-Markt verzeichnet seit Oktober einen Rückgang der Verkaufszahlen von Automobilen.

Der Autokonzern Ford hat im Februar 2001 in den USA rund elf Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im gleichen Vorjahresmonat. Der weltweit zweitgrößte Autohersteller teilte mit, sein Pkw-Absatz sei um 8,5 % auf 116 101 Autos gesunken. Auch bei Lastwagen sei ein Absatzrückgang verzeichnet worden. Die Verkaufszahlen schlössen die Ergebnisse von Jaguar, Volvo und Land Rover nicht mit ein. Die Produktion für das laufenden Quartal werde jedoch um 10 000 Fahrzeuge oder knapp ein Prozent angehoben, teilte Ford weiter mit. Dennoch liege die Produktion damit 16 % unter der des entsprechenden Vorjahresquartals.

Der US-Absatz der DaimlerChrysler-Tochter Chrysler ist nach Angaben des Konzerns im Februar 2001 im Vergleich zum Vorjahresmonat um zehn Prozent auf 201 636 Fahrzeuge gesunken. Der Absatz von PKWs habe sich um 13 % auf 59 068 verringert, während der Verkauf von Lastfahrzeugen um rund zehn Prozent gefallen sei. DaimlerChrysler hatte am Montag ein milliardenschweres Sanierungsprogramm für Chrysler vorgestellt. Dadurch soll die derzeit hohe Verluste schreibende Tochter Chrysler im Jahr 2002 wieder schwarze Zahlen erreichen und 2003 bereits wieder mehr als zwei Mrd. Euro Gewinn erwirtschaften.

Der Absatz von Fahrzeugen des Wolfsburger Herstellers Volkswagen in den USA ist im Februar 2001 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,4 % gesunken. Mit 24 265 Fahrzeugen sei das Ergebnis jedoch das zweitbeste, das in den letzten 20 Jahren im Monat Februar erzielt worden sei, teilte der Konzern mit. Gegenüber dem Vormonat, im Januar 2001 war der Absatz um 15,5 % gesunken, habe sich die Situation leicht verbessert, hieß es weiter.

Gegen den Trend konnte BMW erneut ein Absatzplus im Februar verbuchen. Mit 15 756 Fahrzeugen habe der Automobilhersteller 9,7 % mehr verkauft als noch im selben Monat vor einem Jahr. Am Dienstag hatte Finanzchef Helmut Panke sich optimistisch zu den Aussichten von BMW auf dem US-Markt geäußert. Anders als einige andere Automobilhersteller erwarte BMW trotz der erwarteten Abkühlung des US-Markts nach den Worten Pankes keine nennenswerte Abschwächung seines Geschäfts.

Bei den Berechnungen seien die unterschiedlichen Arbeitstage im Februar 2001 und im Februar 2000 berücksichtig worden, hieß es bei den Unternehmen. Zahlen von weiteren Automobilherstellern werden noch für Donnerstag und Freitag erwartet.

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