US-Autokonzern bestätigt Prognosen
General Motors bleibt standhaft

Der Finanzchef des weltgrößten Autokonzerns General Motors (GM), John Devine, rechnet weiter mit einem Gewinn je Aktie von rund fünf Dollar in diesem Jahr. Damit bekräftigte Devine am Rande der IAA in Frankfurt früher genannte Zahlen.

HB FRANKFURT. Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) hat damit trotz der anhaltenden Konjunkturflaute seine Prognosen für 2003 bekräftigt. Aus dem US-Autogeschäft solle ein Gewinn je Aktie von 50 Cent erzielt werden. Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im laufenden Geschäftsjahr auf leicht unter sieben Mrd. Dollar, fügte Devine hinzu. Im zweiten Quartal hatte GM wegen der schwachen Autokonjunktur, kostenintensiver Rabattprogramme und der vorübergehenden Schließung eines wichtigen Werkes einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Dennoch ist der US-Konzern optimistisch, im Gesamtjahr die Ergebnisprognosen der Analysten zu erfüllen oder sogar übertreffen zu können.

Für den hart umkämpften US-Markt könnte nach Ansicht von GM-Chairman Rick Wagoner bei einer nachhaltigen Konjunkturerholung die Spitze der von den Autobauern ausgegebenen Kaufanreize bald erreicht sein. "Wenn das passiert, rechne ich nicht damit, dass die Kaufanreize weiter so schnell steigen", hatte Wagoner am Dienstag auf der IAA gesagt. Die massiven Rabatte und Kaufanreize dürften stagnieren oder könnten sogar zurückgehen.

Der seit rund zwei Jahren bestehende harte Preiskampf in den USA macht zunehmend auch den deutschen Autobauern zu schaffen. So verlor die Mehrzahl von ihnen im August in den USA Marktanteile. Um die Kundschaft trotz der Konsumflaute zum Autokauf zu bewegen, locken die US-Konzerne unter anderem mit zinslosen Krediten.

Zur Rolle von GM bei der Restrukturierung der angeschlagenen Fiat Auto sei noch keine Entscheidung gefallen, hatte Wagoner gesagt. Es habe keine Veränderungen an dem Rahmenabkommen zwischen GM und dem italienischen Industrie- und Autokonzern Fiat, das auch Fiat Auto einschließt, gegeben. GM ist mit 20 % an Fiat Auto beteiligt. Die Italiener haben das Recht, die restlichen Anteile der Sparte im kommenden Jahr an GM zu verkaufen. Fiat Auto leidet allerdings seit einigen Jahren unter hohen Verlusten.

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