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US-Behörde stellt Sicherheit von Continental-Reifen in Frage

Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) hat die Sicherheit eines Reifens der US-Tochter der Continental AG in Hannover in Frage gestellt.

dpa-afx WASHINGTON. Die Behörde kündigte eine Untersuchung an. Sie sei wegen der hohen Zahl der gemeldeten Profilablösungen besorgt. Die Continental Tire North America hat seit 1995 rund 2,7 Millionen der beanstandeten Reifen vom Typ General Ameri 550-AS-Reifen hergestellt.

Ford nimmt Reifen aus dem Programm

Der Autohersteller Ford hatte den Reifen als Ersatz für die seiner Ansicht nach gefährlichen Firestone-Reifen montiert. Das Unternehmen nahm ihn am Dienstag umgehend aus dem Ersatzprogramm. Bislang seien lediglich 4 300 dieser Reifen als Ersatz montiert worden. Der Reifen werde aber weiterhin bei Pickup-Trucks aufgezogen. Bei einer Anhörung im Kongress über die Unfallserie, in die Ford-Explorer mit Firestone-Reifen verwickelt waren, waren im Juni Bedenken gegen einen der ausgewählten Ersatzreifen laut geworden. Daraufhin wurde die Behörde tätig.

Ford hatte den Continentalreifen und zehn andere Marken ausgewählt, um 13 Millionen Wilderness-Reifen von Bridgestone/Firestone auf seinen Ford Explorern zu ersetzen. Ford macht die Reifen für Tausende von Unfällen mit 203 Todesopfern verantwortlich. Firestone, die amerikanische Tochter des japanischen Bridgestone-Konzerns, hält dagegen einen Konstruktionsfehler des Autos für ausschlaggebend.

Nach Angaben von Continental Tire North America sind die beanstandeten Reifen nach einer Reihe von Unfällen mehrmals verbessert worden. Seit 1998 seien keine Unfälle mehr registriert worden.

Die Behörde hat die Sicherheitsuntersuchung der Firestone-Reifen noch nicht abgeschlossen. Im vergangenen Jahr rief das Unternehmen freiwillig bereits 6,5 Millionen Reifen zurück. Die Behörde will eine umfassendere Rückrufaktion verlangen. Ford hatte in diesem Frühjahr angekündigt, es werde selbst zusätzlich 13 Millionen Firestone-Reifen ersetzen. Die beiden Unternehmen haben ihre Geschäftsbeziehungen deshalb nach Jahrzehnte langer Zusammenarbeit abgebrochen.

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