US-Behörde stellt Zulassung des Antidepressivums Ariza in Frage
Erneuter Rückschlag für Akzo Nobel

Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel muss die Vermarktung seines neuen Antidepressivums Ariza verschieben und damit einen weiteren Rückschlag in seiner Pharmasparte verkraften.

bef DÜSSELDORF. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat von Akzo weitere Informationen über das Medikament angefordert und damit eine Zulassung in den USA vorerst in Frage gestellt. Akzo wollte das Mittel noch vor Jahresende auf den Markt bringen.

An der Börse Amsterdam fielen die Akzo-Aktien gestern zwischenzeitlich um 5 %. Ariza ist einer der größten Hoffnungsträger des Konzerns: Das Mittel soll mittelfristig Akzos erfolgreiches Antidepressivum Remeron ablösen, das zum Jahresende den Patentschutz in den USA verliert und dann von Konkurrenz durch Billigprodukte bedroht ist. Für Ariza gehen Analysten von einem möglichen Spitzenumsatz von 500 Mill. Euro jährlich aus.

Akzo gab keine Auskunft darüber, wie schwerwiegend die Bedenken der FDA sind. Analyst Marcus Konstanti von der Bank Sal. Oppenheim rechnet mit einer Verzögerung der Zulassung um ein Jahr und nahm seine Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre zurück. Schwerwiegender sei aber der Imageschaden, da Akzo im vorigen Jahr bereits mit der US-Zulassung des Medikaments Xyvion scheiterte. Es soll nach weiteren Tests nun mit einer Verzögerung von zwei Jahren auf den Mark kommen.

Quelle: Handelsblatt

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