US-Behörden bevorzugen angeblich andere Länder
Stahlindustrie beklagt Ungleichbehandlung

Im Streit um die US-Schutzzölle hat die deutsche Stahlindustrie eine Ungleichbehandlung durch die US-Behörden beklagt. Deutsche Stahlexporte in die USA gingen drastisch zurück.

HB/dpa DÜSSELDORF. So seien von den Anträgen auf Ausnahmegenehmigungen für insgesamt 700 000 Tonnen Stahl erst knapp zehn Prozent positiv beschieden worden, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl heute in Düsseldorf mit. Andere Länder wie Japan, Australien, Südkorea und Brasilien hätten dagegen wesentlich besser abgeschnitten.

So seien für Japan von den 1,4 Mill. Tonnen, die von den Zollmaßnahmen betroffen seien, inzwischen rund 36 % ausgenommen. US-Präsident George W. Bush hatte Ende März zum Schutz der angeschlagenen US-Stahlindustrie Einfuhrzölle in Höhe von bis zu 30 % auf einen Großteil der Importe verhängt.

Die deutschen Stahlausfuhren in die USA seien im zweiten Quartal 2002 um 58 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der EU- Export sei jedoch im Durchschnitt nur um 38 % geschrumpft, hieß es weiter. Würden keine akzeptable Lösungen erreicht, bleibe nur die Zollbelastung von Einfuhren aus den USA, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung, Dieter Ameling.

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