US-Bericht beflügelt Märkte
Europäische Börsen zeigen sich einheitlich im Plus

Die europäischen Börsen haben die Handelswoche am Freitag heinheitlich mit festen Schlusskursen beendet. Nachdem im frühen Handelsverlauf die enttäuschenden Quartalszahlen des Chemiekonzerns Bayer Händlern zufolge die meisten Chemiewerte unter Druck gesetzt und damit die Gesamtmärkte belastet hatten, verliehen am frühen Nachmittag starke US-Wachstumsdaten den europäischen Handelsplätzen Auftrieb. Kurszuwächse verbuchten insbesondere die Technologiewerte, die zudem von einer festen Tendenz an der US-Technologiebörse Nasdaq gestützt wurden.

Das US-Handelsministerium hatte am frühen Nachmittag einen unerwartet starken Anstieg des US-Bruttoinlandsproduktes im ersten Quartal von zwei Prozent nach einem Prozent im Vorquartal mitgeteilt. Analysten hatten nur mit einem Anstieg von 1,1 % gerechnet.

Bei einem Anstieg des Wirtschaftswachstums erwarte der Markt eine Verbesserung der Ertragslage der Unternehmen, was steigende Aktienkurse nach sich ziehen würde, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Von den Konjunkturdaten zeigten sich auch die Investoren in den USA erfreut, wo die Aktienmärkte ebenfalls Gewinne verbuchten. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,6 % auf 10 751 Punkte, der Nasdaq-Index zog um 1,2 % auf 2058 Zähler an.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg um 1,5 % auf 4242 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) zog ebenfalls um 1,5 % auf 4471 Punkte an.

LONDON - Legt zum Wochenende zu

An der Londoner Börse zogen insbesondere Technologiewerte im Nachmittagshandel an und stützten den Gesamtmarkt. Der FTSE-100-Index stieg um 1,4 % auf 5951 Zähler. Marconi verbuchten einen Wertzuwachs von 6,4 %, Logica schlossen knapp acht Prozent fester, und Sage legten um 7,7 % zu. Die Telekomwerte Vodafone und British Telecom schlossen nach einer über weite Strecken schwachen Tendenz unverändert zu ihrem Vortagesschluss. Zulegen konnten auch die Aktien der Unilever-Gruppe, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal zwar einen fallenden Gewinn ausgewiesen hatte, damit aber die Prognosen übertroffen hatte. Die Titel gingen mit einem Plus von 3,8 % aus dem Handel.

ZÜRICH - Gewinnt zum Schluss an Fahrt

An der Schweizer Börse verbuchte der SMI-Index ein Plus von 0,7 % auf 7248 Zähler. Indexschwergewicht Nestle erholte sich von seinen anfänglichen Kursverlusten und schloss um mehr als ein Prozent fester. Kursverluste verbuchten hingegen die Titel von Roche, die um 1,1 % fielen. Zuvor hatte die Commerzbank das Papier auf "Akkumulieren" zurückgestuft, da sich die Einführung eines Hepatitis-C-Medikaments in den USA verzögern könne.

PARIS - Telekom - und Technologiewerte beflügeln

In Paris legte die Börse getragen von Kursgewinnen bei Telekom - und Technologiewerten zu. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen schloss 1,7 % fester bei 5575 Zählern. Alcatel-Papiere verbuchten ein Plus von 1,5 % auf 34,12 Euro. Die Aktien des Chipherstellers STMicroelectronics zogen um knapp drei Prozent an. Die Papiere der Bank Societe Generale legten nach Spekulationen um eine mögliche Übernahme des Instituts durch die Citigroup um 3,5 % zu.

MAILAND - Fester mit Kursgewinnen bei Fideuram

Der Mailänder MIB30-Index schloss mit einem Plus von knapp einem Prozent auf 40 401 Punkten. Die Aktien der Fondsgesellschaft Fideuram waren nach der Vorlage eines Gewinnzuwachses im ersten Quartal Favorit des Tages. Die Titel schlossen 5,4 % fester. Die Papiere des Vermögensverwalters Mediolanum legten um 3,4 % zu. Die Aktien des Versicherungskonzerns Generali verbuchten einen Wertzuwachs um 2,3 %.

MADRID - Bankwerte und Telefonica beflügeln IBEX

Beflügelt von Gewinnen bei Bankenwerten und dem Indexschwergewicht Telefonica ist der IBEX-Index um 1,2 % fester auf 9634 Punkten ins Wochenende gegangen. Die Bankenwerte profitierten insbesondere von der Berufung eines neuen Chefs für Argentiniens Zentralbank, sagten Händler. Spanische Banken haben im großen Umfang in dem südamerikanischen Land investiert. Die Aktien von Banco Santander gewannen knapp zwei Prozent, Banco Bilbao Vizcaya legten um 1,6 % zu. Telefonica-Aktien, die im Index mit gut 25 % gewichtet sind, legten um 1,7 % auf 18,80 Euro zu.

AMSTERDAM - Schwergewichte verhelfen ins Plus

Die Amsterdamer Börse schloss dem europäischen Trend folgend mit Gewinnen. Der AEX-Index stieg um 1,6 % auf 593,09 Punkte. Insbesondere die Indexschwergewichte wurden Marktteilnehmern zufolge von den US-Konjunkturdaten beflügelt und verliehen dem Gesamtmarkt Auftrieb. Philips stiegen um 2,8 %, KPNQwest zogen um 6,3 % an. Nach Vorlage besser als erwartet ausgefallener Bilanzdaten gewannen die Aktien von Unilever 3,7 % auf 63,80 Euro.

WIEN - Fester - Libro im freien Fall

An der Wiener Börse sind die Papiere der Handelskette Libro nach Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2000/01 auf ein neues Allzeittief von 5,48 Euro gefallen. Die Titel schlossen 9,7 % schwächer bei 5,70 Euro. "Das ist jetzt ein reines Zockerpapier", sagte ein Händler. Institutionelle Investoren seien auf breiter Front ausgestiegen. Zulegen konnten hingegen die Titel von Austria Tabak sowie Telekom Austria. Austria Tabak schlossen 1,7 % fester bei 72,94 Euro, Telekom Austria legten um 1,6 % zu. Der ATX-Index schloss mit einem Plus von 0,6 % auf 1217 Punkten.

BRÜSSEL - Beendet Handelswoche fester

In Brüssel ging der BFX-Index mit einem Aufschlag von 0,5 % auf 2840 Zähler ins Wochenende. Am stärksten gehandelt wurden die Titel des Einzelhändlers Delhaize, die um 2,7 % auf 58,15 Euro stiegen. "Die Notierung an der New Yorker Börse hat geholfen", sagte ein Händler zur Begründung. Seit Donnerstag werden die Aktien des Unternehmens auch in New York in Form von Hinterlegungsscheinen gehandelt.

STOCKHOLM - Mit Kursgewinnen bei Tech-Werten fester

Die Stockholmer Börse verbuchte ein Plus von 2,3 % auf 910,19 Zähler. Finanzwerte tendierten fester. Die Aktien des Finanzkonzerns Skandia gewannen nach Vorlage von im Rahmen der Erwartungen liegenden Quartalszahlen mehr als zwölf Prozent. Die Titel des Elektronikherstellers Elcoteq legten um mehr als zehn Prozent zu, nachdem der Mobilfunkhersteller Ericsson das Unternehmen zuvor als seinen bevorzugten Lieferanten bezeichnet hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%