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US-Börse macht Teil der Verluste gut

Vollständig konnten die wichtigsten US-Indizes die Punktverluste von Dienstag nicht ausgleichen. Doch für ein zufriedenstellendes Plus reichte es zur Wochenmitte allemal.

Der Dow Jones Index schloss mit einem Gewinn von 0,8 Prozent auf 10 253 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Index ging mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 1851 Zählern aus dem Rennen.

Gefragt waren am Mittwoch vor allem die Werte der Chip- und Ölindustrie. Ein positiver Bericht zur Umsatzentwicklung im Chipbereich gab den Aktien des Sektors Auftrieb. Im Juli sei die Nachfrage nach Chipzubehör im dritten Monat in Folge gestiegen, so das Ergebnis eines Berichts. Die Zahl neuer Aufträge nahm im vergangenen Monat um fünf Prozent zu. Einziger Wermutstropfen: Das Auftragsvolumen liegt im Chipbereich immer noch 74 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Vor allem die rückläufige Nachfrage der Internet-, Computer- und Telekommunikationsindustrie schadet der Branche. Bei Genesung der US-Wirtschaft dürften diese Sektoren und damit auch der Chipbereich die ersten sein, die von der Erholung profitieren, so die Meinung zahlreicher Experten. Intel gehörte zu den größten Gewinnern auf der Nasdaq Seite und verteuerte sich um 3,3 Prozent. Texas Instruments legte 3,5 Prozent zu. Auch die Aktien der Chipkomponentenhersteller legten zu: Applied Materials gewann 4,5 Prozent, RF Micro Devices stieg um 2,7 Prozent.

Die Titel der großen Öl-Konzerne verzeichnen im Mittwochs-Handel ebenfalls deutliche Gewinne. Berichte des "American Petroleum Institute" und des US-Energieministeriums ergaben, dass die US-Lagerbestände zur Zeit so niedrig sind wie seit zwei Monaten nicht mehr. Die Importe haben den tiefsten Stand seit sechs Wochen erreicht. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Benzin jedoch gestiegen, so das Ergebnis der Studien. Die Rohölpreise stiegen in der Folge bereits am Vormittag um zwei Prozent. Die Aktie des größten Öl-Anbieters Exxon Mobil legte 0,8 Prozent zu und das Chevron-Papiers stieg um 1,6 Prozent.

Oben auf der Gewinnerliste des Dow Jones Index stand General Motors. Der weltweit größte Automobilkonzern bestätigte am Morgen, dass das Unternehmen die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal erfüllen werde. Erst Ende vergangener Woche hatte Konkurrent Ford vor einem enttäuschenden Gesamtjahresergebnis gewarnt und angekündigt, 5000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Nachricht hatte die Automobilbranche zunächst belastet. General Motors gab am Morgen Entwarnung. Die Dresdner Kleinwort Wasserstein bekräftigt die Kaufempfehlung für GM. Das Kursziel steht bei 80 Dollar pro Aktie. Die Aktie legte 2,8 Prozent zu.

Die Kursverluste bei den Pharmawerten trübten dagegen zur Wochenmitte kurzfristig die Marktstimmung. Die belastende Nachricht: Mercks Medikament Vioxx und Pharmacias Celebrex, beides Schmerzmittel, die den Unternehmen jährlich Einnahmen von bis zu fünf Milliarden Dollar bescheren, können angeblich zu gefährlichen Blutgerinnseln und Herzinfarkten führen. Das Risiko bestehe vor allem bei Patienten, die ohnehin schon unter Herzproblemen leiden. Das behauptet das US-Ärztemagazin "Journal of the American Medical Association" in seiner letzten Ausgabe. Doch nicht nur Merck und Pharmacia sind betroffen. Pharmacia vermarktet das Schmerzmittel Celebrex gemeinsam mit Pfizer. Die Aktie von Merck konnte sich bis Handelsschluss jedoch leicht erholen und schloss 0,6 Prozent im Plus. Die Papiere von Bristol-Myers und Schering-Plough drehten ebenfalls ins positive Terrain.

Schwächer notieren zur Wochenmitte auch die Aktien der Telekommunikations- und Softwarebranche. SBC Communications und Microsoft standen neben International Paper ganz oben auf der Dow-Verliererliste. Qwest Communications belastete den Telekomsektor, nachdem die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter davor warnten, dass das Unternehmen die Wachstumsprognosen der Wall Street voraussichtlich nicht erfüllen wird. Zudem sei die Aktie von Qwest, selbst nach dem diesjährigen Kursrutsch von fast 50 Prozent, immer noch zu teuer. Das Papier von Qwest verlor am Mittwoch 4,8 Prozent. Auch die Aktie von Verizon glitt 1,4 Prozent ins rote Terrain.

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