Archiv
US-Börsen auf Zitterkurs

Einen Zitterkurs beschreiben die New Yorker Märkte am Mittwochmorgen. Kurz nach der Eröffnung drehte der Dow immer wieder ins rote Terrain, der Nasdaq-Index kann sich im Plus halten. Der Hagel der Gewinnwarnungen im Tech-Sektor vom Vortag dürfte die Wall Street auch heute weiter beschäftigen, genauso wie die angespannte Lage im Nahen Osten.

Bei den Standardwerten gibt es optimistische Nachrichten von Dupont . Der Chemiegigant ließ verlauten, er wolle mit den Ergebnissen im oberen Bereich der Analystenschätzungen liegen. Niedrigere Fixkosten und eine saisonal etwas besser als erwartete Nachfrageentwicklung im Argrarbereich sei dem Geschäftsverlauf zugute gekommen.

Neuigkeiten gibt es von Philip Morris : Der südafrikanische Bierkonzern South African Breweries, der seine globale Präsenz ausweiten will, verhandelt mit Philip Morris über den Verkauf von Miller Brewing. Lenkt Philip Morris ein, könnte der nach Budweiser zweitgrößte US-Bierhersteller für rund 5 Milliarden Dollar den Besitzer wechseln. Laut Wall Street Journal haben die Verhandlungen ein fortgeschrittenes Stadium erreicht und könnten schon in den nächsten Wochen zum Abschluss führen. Da Philip Morris schon einmal den Versuch gestartet hatte, Miller zu verkaufen, scheinen die Chancen einer Einigung, nun gut zu stehen. Eine Fusion mit South African Breweries würde den weltweit zweitgrößten Bierkonzern schaffen.

Bei Goldman Sachs hebt man die Gewinnprognosen von General Motors für 2002 um 25 Cents auf 4,75 Dollar pro Aktie an. Das Management habe die für das zweite Quartal geplanten Produktionsanhebungen von 35.000 auf 55.000 Fahrzeuge ausgeweitet. Wenn Goldman Sachs recht behält, wird der Autokonzern die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der Analysten um 1 Dollar übertreffen. Investoren sollten sich allerdings nicht zu früh freuen: Der Aktienkurs reflektiere bereits die erfreuliche Entwicklung und dürfte ein nur noch begrenztes Anstiegspotential haben, so das Investmenthaus.

Bei den Techwerten ist Worldcom erneut in den negativen Schlagzeilen. Noch heute - so lautet ein Bericht des Wall Street Journals - wird die Nummer zwei unter den US-Anbietern von Ferngesprächen eine weitere Entlassungsrunde ankündigen. Nach den Informationen des Blattes sollen zehn Prozent der rund 75 000 Angestellten ihre Papiere bekommen. Damit nicht genug haben die Analysten von Lehman Brothers den Wert von "aggressiv kaufen" auf "halten" abgestuft. Das Kursziel sinkt auf 8 Dollar. Die Aktie gehört im frühen Handel zu den größten Verlierern.

Auch bei Micron Technology Kommentare der Aktienbewerter: Morgan Stanley hat die Aktien von Micron Technology aufgrund der Kursbewertung auf "untergwichten" abstuft. Merrill Lynch hat den gesamten Chip-Sektor negativ bewertet. Der branchenweite Umsatz sollte im ersten Quartal rund 16,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Im Vergleich zum vierten Quartal sei zwar mit einer leichten Umsatzsteigerung von einem Prozent zu rechnen, besonders viel Pepp sollten die Aktien von dieser Entwicklung aber nicht bekommen. Die Aktien werden nach Ansicht der Aktienberwerter im zweiten Quartal eher auf der Stelle treten.

Abgesehen von den zahlreichen negativen Analystenstimmen, machen sich auch einige Ertragswarnungen bei den Hightechs belastend bemerkbar. Besonders der Quartals-Alarm bei Peoplesoft und Broad Vision beschäftigt die Anleger. Damit nicht genug, senken nun auch die Software-Schmieden i2Technologies und Commerce One ihre Prognosen. Bei beiden Konzernen warnt das Management, dass die ursprünglichen Schätzungen zum Teil um eine große Spanne verfehlt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%