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US-Börsen bauen Vortagesgewinne leicht aus

Die US-Aktienbörsen haben am Dienstag nach richtungslosem Handel und Gewinnmitnahmen ihre kräftigen Vortagesgewinne leicht ausgebaut. Händler begründeten die Entwicklung mit vor Börsenbeginn vorgelegten positiven Konjunkturdaten.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,4 Prozent höher mit rund 9 323 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,09 Prozent auf etwa 1 011 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,13 Prozent auf 1 668 Punkte. "Die Konjunkturdaten heute Morgen waren OK, aber es gab niemanden, der heute große Engagements eingehen wollte", sagte ein Händler. Es sei aber ermutigend, dass die Vortagesgewinne gehalten worden seien, fügte er hinzu.

John Caldwell von der zur KeyCorp gehörenden McDonald Financial Corp sagte: "Wir hatten in den vergangenen drei Monaten eine immense Steigerung und einen sehr kräftigen Kursaufschwung gestern. Es ist nicht überraschend, einige Gewinnmitnahmen zu sehen". Die vor Börsenbeginn veröffentlichte Konjunkturdaten wurden Analysten zufolge vom Markt als weitere Indizien einer sich allmählich erholenden Wirtschaft gewertet. So blieben im Mai die Verbraucherpreise insgesamt auf dem Niveau des Vormonats und stiegen um Energie- und Nahrungsmittelkosten bereinigt sogar so stark wie seit neun Monaten nicht mehr. Die Zahlen dämpfen Analysten zufolge Befürchtungen, dass es in der weltgrößten Volkswirtschaft zu einer gefährlichen Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen, zurückgehender Nachfrage und geringerer Wirtschaftsleistung kommen könnte. Im April waren die Verbraucherpreise noch unerwartet stark zurückgegangen, was an den Finanzmärkten Deflationssorgen genährt hatte.

Auch die Zahl der Wohnungsbaubeginne im Mai fiel höher aus als von Analysten erwartet. Volkswirten zufolge belegen die Zahlen die anhaltend starke Verfassung des US-Wohnungsbaumarktes, der von den niedrigen Zinsen profitiert.

Die Kurse an der Wall Street steigen mittlerweile seit mehr als drei Monaten. Antriebsmotor ist die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr. Nach Auffassung vieler Aktienstrategen ist der Markt aber zu schnell zu stark gestiegen und mittlerweile reif für eine Konsolidierung. So warnte Steve Galbraith Chef-Marktstratege bei Morgan Stanley in einem Schreiben an Kunden, der S&P-Index sei um rund 20 Prozent überbewertet. Seit seinem bisherigen Jahrestief am 11. März ist dieser Index um mehr als 26 Prozent geklettert.

Umsatzspitzenreiter an der New Yorker Börse waren die Titel von Pfizer. Der Kurs legte um 4,57 Prozent auf 36,18 Dollar zu. Der Pharmakonzern hatte für dieses und das kommende Jahr einen 16-prozentigen Gewinnanstieg angekündigt. Die Prognose übertrifft die Erwartungen von Analysten.

Die Titel des Elektro-Einzelhändlers Circuit City Stores sprangen um 13,39 Prozent auf 7,79 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, den Verkauf seiner Kreditkarten-Sparte zu prüfen, nachdem der Verlust des Gesamtunternehmens im vergangenen Quartal weiter gestiegen sei.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,47 Milliarden Aktien den Besitzer. 1520 Werte legten zu, 1756 gaben nach und 201 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1678 im Plus, 1543 im Minus und sechs unverändert. An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen mit 103-2/32 um 2/32 niedriger und rentierten mit 3,260 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 1-7/32 auf 117-11/32 Zähler. Sie rentierten mit 4,297 Prozent.

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