US-Börsen beenden den Handel mit leichten Aufschlägen - Quartalsergebnisse dominieren Kursgeschehen
US-Börsen: Stellenstreichungen belasten AT&T

Die Wall Street wies am Dienstag keine klare Tendenz aus. Im Mittelpunkt standen die Berichte der US-Firmen über das dritte Quartal. Mit positiven Zahlen wartete unter anderem Bank One auf.

bib/kjo NEW YORK. Die nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalsbilanzen wichtiger amerikanischer Konzerne wie IBM (Schlusskurs: +0,1 %) und Intel (+2,4 %) sowie Meldungen über Milzbrand-Tests bei zwölf Mitarbeitern der Londoner Börse haben nach Händlerangaben das Dienstagsgeschäft der New Yorker Aktienmärkte dominiert und für Zurückhaltung und Vorsicht unter den Aktienakteuren gesorgt. Die Dividendenpapiere rutschten nach anfänglichen Gewinnen, die einigen positiven Quartalsberichten aus der Bankenbranche zuzuschreiben waren, zunächst wieder ins Minus. Im späteren Geschäft konnte sich der Markt auf Grund von Gelegenheitsanschaffungen auf dem leichteren Terrain wieder erholen. Kaum spürbaren Einfluss zeigten die am Berichtstag vorgelegten US-Konjunkturdaten. Die US-Industrieproduktion sank im September um 1,0 % und damit den zwölften Monat in Folge. Dies ist der längste Rückgang seit dem Ende des 2.Weltkrieges.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 0,4 %, während der S & P-500- Index 0,6 % gewann. Der technologielastige Nasdaq-Composite lag 1,5 % höher.

Verluste verbuchten die Titel von AT &T. Der amerikanische Telekom-Konzern und British Telecommunications wollen rund 2 300 Stellen streichen, um ihr Joint-Venture Concert aufzulösen. Sie hatten sich bei stark fallenden Ferngesprächspreisen nicht gegenüber kleineren Rivalen durchsetzen können. AT &T fielen 0,8 %.

Auch die Geschäftsstrategie von Commerce One konnte die Anleger nicht überzeugen: Der Softwarehersteller will 1 300 Arbeitsplätze abbauen. Das sind 46 % der Beschäftigten. Außerdem sollen einige Beratungsleistungen ausgelagert werden. Commerce One brachen um 12% ein.

Hauptgesprächsthema an den US-Aktienmärkten waren Bilanzen der US-Firmen für das dritte Quartal. Insgesamt legen in dieser Woche mehr als 1 200 amerikanische Unternehmen ihre Zahlen vor. Nicht wenige davon haben bereits die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dazu gehörten Bank One und Fifth Third Bancorp. Bank One verbuchte einen Quartalsgewinn von 64 Cents je Aktie (Erwartung: 62 Cents). Die Aktie kletterte um rund 8,2%. Fifth Third schlug ebenfalls die Erwartungen, die Aktie verlor jedoch 1,8 % auf Grund von Gewinnmitnahmen.

Quartalsverluste meldeten dagegen der Halbleiterhersteller Novellus und der Telefonnetzwerkspezialist Tellabs. Die Novellus-Titel konnten trotzdem um 2,8 % zulegen, die von Tellabs schlossen unverändert. Der Telekom-Konzern Broadwing meldete, die Unternehmensverluste lägen rund 16 % über denen des Vorjahresquartals. Der Rest des Jahres stelle für den Konzern "eine Herausforderung" dar. Die Aktien rutschten um 25,6 % ab.

Der Energiekonzern Enron verbuchte einen Quartalsverlust von 84 Cents pro Aktie. Im vergangenen Jahr waren es noch 34 Cents Gewinn. Die Anleger kauften die Titel dennoch, der Kurs stieg um 2%.

Der Baugeräteproduzent Caterpillar enttäuschte die Investoren: Das Unternehmen fuhr lediglich einen Quartalsgewinn pro Titel von 59 Cents (Prognose: 62 Cents) ein. Die Papiere fielen um 0,4 % .

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