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US-Börsen beflügeln Technologiekurse

Nach hohen Anfangsverlusten hat sich der Kursverlauf der Wachstumswerte am Neuen Markt nach Öffnung der US-Börse geändert und vielen Aktien Kursgewinne beschert.

dpa-afx FRANKFURT. Der Nemax 50 legte in kurzer Zeit bis auf 1 734,15 Stellen zu und notierte zuletzt nach einem Anstieg von 2,56 % bei 1 760,02 Zählern. Der alle Werte umfassende Nemax All Share lag bei 1 823,27 Zählern und 1,07 % im Plus. Ein Frankfurter Händler machte die US-Computerbörse Nasdaq für den Kurssprung verantwortlich. Diese stand zum Handelsschluss in Frankfurt auf 2 143,40 Zähler, ein Plus von 2,3 %. "Wenn der Nasdaq-Future von Minus 42 plötzlich auf 25 Pluspunkte springt, dann können wir uns dem nicht entziehen", sagte ein Aktienhändler. Die Umsätze seien aber immer noch schwach. "Wir haben wieder institutionelle Käufer gesehen, die Geld in den Markt geben", sagte hingegen eine Händlerin in München.

Logistiker mit Kursgewinnen

Zulegen konnten Internationalmedia AG , die eine so genannte First-Look-Vereinbarung (Erstzugriffsrecht) mit der Filmproduktionsgesellschaft Trigger Street des US-Schauspielers Kevin Spacey bekannt gegeben hatte. Die Papiere legten 8,50 Prozent auf 27,20 Euro zu. Thiel Logistik war einer der Anlegerfavoriten am Neuen Markt. Nach guten Quartalszahlen legten die Papiere 8,65 Prozent auf 26,24 Euro zu. Davon profitierte auch D. Logistics , die 5,80 Prozent auf 32,82 Euro vorrückten.

Telegate , die am Morgen Quartalszahlen vorgelegt hatten, waren der Tagesverlierer. Der Telefonauskunfts-Dienstleister war in den ersten drei Monaten tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Papiere stürzten um 8,45 Prozent auf 24,70 Euro ab. Den verlustreichen Trend der letzten Tage setzten die Aktien der SER Systems fort. Sie büßten 4,76 Prozent auf 7,40 Euro ein.

Unter Druck stand auch die Kinowelt AG mit einem Minus von 7,55 Prozent auf 6,00 Euro. T-Online waren nach Anfangsverlusten wieder gefragt und stiegen 0,66 Prozent auf 12,14 Euro. Die Aktie war im Tagesverlauf unter Druck gekommen. Der italienische Konkurrent Tiscali wolle in Europa auf Einkaufstour gehen und habe damit der Telekom-Tochter den Kampf angesagt, begründete ein Analyst die zwischenzeitlichen Verluste.

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