US-Börsen bleiben am Montag wegen des Labor Day geschlossen
US-Konjunkturdaten stützen auch den Dax

Unterstützt von besser als erwarteten Konjunkturdaten aus den USA hat der Deutsche Aktienindex nach einer verlustreichen Woche am Freitag fester geschlossen.

Reuters FRANKFURT. Der starke Anstieg des Chicagoer Einkaufsmanagerindexes habe die Anleger positiv überrascht, sagten Börsianer. Insgesamt deuteten die Zahlen allerdings immer noch auf eine nur verhaltene Erholung der US-Wirtschaft hin, was negativ sei. Die Kursbewegungen dürften angesichts der niedrigen Umsätze nicht überbewertet werden.

Der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager stieg den Angaben zufolge im August auf 54,9 Punkte von 51,5 Zählern im Vormonat. Experten hatten lediglich ein Plus auf 52,0 Stellen erwartet. Ein Wert über 50 deutet auf wirtschaftliche Expansion hin.

Unterdessen wurden die Aktien der Sportartikel-Hersteller Adidas und Puma Händlern zufolge erneut von der Prognosesenkung zweier US-Handelsketten belastet. Nach Übernahmespekulationen stiegen die Titel von Heidelberger Druck zeitweise um knapp zwölf Prozent.

Indizes mehrheitlich im Plus

Der Dax schloss am Freitag 1,4 Prozent fester bei 3 712,94 Zählern. In der abgelaufenen Woche hat das Börsenbarometer damit rund drei Prozent an Wert eingebüßt. Am Neuen Markt verlor derweil der Auswahlindex Nemax 50 am Freitag 0,9 Prozent auf 489,97 Punkte, während der Nebenwerte-Index MDax 0,4 Prozent im Plus bei 3 404,02 Stellen lag. Der Dow Jones EuroStoxx50 der größten europäischen Aktien zog um 1,3 Prozent auf 2 709,45 Zähler an.

Adidas und Puma erneut schwach

Die Aktien von Adidas verloren drei Prozent auf 72,75 Euro und die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten Titel von Puma acht Prozent auf 54,05 Euro. Am Vortag hatten die beiden US-Sportartikel-Händler Footstar und Finish Line wegen der schwachen Nachfrage im Rahmen der traditionellen Sonderverkäufe zum Schulanfang ihre Gewinnprognosen gesenkt.

Technische Reaktionen bei Münchener Rück

Die größten Gewinne im Dax verbuchten mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 185,7 Euro die Aktien der Münchener Rück. Hier habe es sich um eine technische Reaktion gehandelt, sagten Händler. Die Titel hatten nach der erwarteten Bekanntgabe eines hohen Quartalsverlustes am Vortag um knapp drei Prozent nachgegeben. Abgesehen vom fehlenden Ausblick seien die Zahlen "gar nicht so schlecht" gewesen, sagte ein Börsianer.

Vor der Entscheidung über die Neuordnung der europäischen Indizes am Montag stiegen die Titel von BASF und BMW um 3,3 Prozent auf 42,04 Euro beziehungsweise um 1,3 Prozent auf 38,54 Euro. BASF werden gute Chancen für einen Aufstieg in den Stoxx50 der wichtigsten europäischen Unternehmen eingeräumt. BMW billigten Kenner indes nur Außenseiterchancen auf eine Hereinnahme in den EuroStoxx50 der wichtigsten Firmen des Euro-Raums zu.

Heideldruck von Übernahmespekulationen beflügelt

Die Papiere von Heideldruck schlossen acht Prozent im Plus bei 35,91 Euro. Gerüchte um eine Übernahme des Unternehmens durch Linde hätten die Aktie beflügelt, sagten Händler. Aus Branchenkreisen wurde inzwischen bekannt, Linde sei nicht an Heideldruck interessiert. Die Linde-Papiere verloren ein Prozent auf 42,50 Euro.

Mobilcom stürzt nach ericht über möglichen FT-Rückzug ab

Am Neuen Markt schlossen die Aktien von Mobilcom knapp elf Prozent schwächer bei 6,50 Euro, nachdem sie am frühen Abend wegen einer großen Verkaufsorder zeitweise rund 25 Prozent abgestürzt waren. Zuvor hatte ein französisches Wirtschaftsmagazin berichtet, der Großaktionär France Telecom (FT) wolle seine finanzielle Unterstützung für den hoch verschuldeten Mobilfunk-Anbieter einstellen. Die FT-Mobilfunktochter Orange teilte inzwischen mit, vor dem für den 12. September geplanten Verwaltungstreffen der France Telecom werde es keine Entscheidung zu Mobilcom geben.

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