US-Börsen blieben am Montag geschlossen
Europäische Bören bei geringen Umsätzen behauptet

Die meisten europäischen Börsen sind zum Wochenauftakt bei geringen Umsätzen behauptet aus dem Handel gegangen. Viele Anleger haben sich nach Aussage von Händlern angesichts des US-Feiertages "Presidents Day" stark zurückgehalten.

Reuters FRANKFURT. Die US-Börsen blieben am Montag geschlossen. Außerdem habe es an kursrelevanten Nachrichten gemangelt, hieß es weiter. Eine Ausnahme habe die Stahlbranche gebildet, nachdem mehrere europäische Unternehmen ihre Fusion angekündigt hatten. Unter Druck standen unterdessen die TMT-Werte (Telekom, Medien, Technologie). Diese litten unter den Nachwehen des schwachen Börsenschlusses der US-Technologiebörse Nasdaq vom vergangenen Freitag, sagten Händler.

An den US-Märkten hatte sich der Nasdaq Composite Index am Freitag knapp fünf Prozent auf 2 425,41 Punkte abgeschwächt, was Händler vor allem auf Gewinnwarnungen verschiedener High-Tech-Unternehmen wie Dell, Hewlett-Packard und Nortel zurückführten. Der Dow Jones hatte mit einem Minus von 0,84 % bei 10 799,82 Zählern geschlossen.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel bis 19.10 Uhr MEZ um 0,5 % auf 4 283,52 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,11 % auf 4 515,06 Punkte nachgab.



London - Öl und Pharma gleichen Telekom-Verluste aus

An der Londoner Börse haben Händlern zufolge die Kurssteigerungen bei Öl- und Pharma-Titeln die Verluste der Telekom-Werte wieder ausgeglichen. Der FTSE schloss nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Wochen-Tief bei 6 065,2 Zählern fast unverändert bei 6 094 Punkten. Das Schwergewicht Vodafone rutschte aus Besorgnis um den geplanten Verkauf der Beteiligung an der italienischen Infostrada ab, hieß es. Am vergangenen Freitag hatte der Telefon-Konzern bekannt gegeben, dass die Transaktion an Auflagen der italienischen Wettbewerbsbehörde scheitern könnte. Die Aktie verbilligte sich um 3,18 % auf 197-3/4 Pence. Glaxo-Smith-Kline festigten sich in Erwartung ihrer Geschäftszahlen am kommenden Mittwoch um 1,96 % auf 1 933 Pence. BP Amoco und Shell profitierten Händlern zufolge von Spekulationen über steigende Ölpreise nach der Bombardierung irakischer Stellungen am vergangenen Freitag. Die Aktien verteuerten sich um 2,29 % auf 567 Pence beziehungsweise um 1,29 % auf 588-1/2 Pence.



Zürich - Gut behauptet

Die Schweizer Börse beendete die Sitzung am Montag gut behauptet. Der SMI gewann 0,15 % auf 7 768,90 Zähler. Im Fokus standen Händlern zufolge Sulzer, die nach dem Übernahmeangebot durch In-Centive 6,63 % auf 1 174 sfr stiegen. Vor allem die Bewertung des Industrieteils sei recht attraktiv, hieß es. Ungewiss sei dennoch, ob die Aktionäre zustimmten. Sulzer Medica sackten um 1,48 % auf 399 sfr ab. In-Centive legten 0,83 % auf 484 sfr zu. Ein Großteil des des Umsatzes rund um die Übernahmekandidaten ging nach Beobachtung von Markteilnehmern auf so genannte Arbitrage-Geschäfte zurück. Dabei nutzten Investoren insbesondere die Kursunterschiede zwischen Sulzer und Sulzer Medica aus.



Paris - CAC40 unter Druck - Usinor im Blick

In Paris präsentierte sich die Börse bei fallenden Telekom - und Technologiewerten leichter. Der CAC40 gab 0,19 % auf 5 584,75 Zähler nach. Große Verlierer waren Alcatel und STMicroelectronics, die um 3,49 % auf 49,75 Euro beziehungsweise um 3,09 % auf 41,96 Euro fielen. France Telecom setzten ihre Talfahrt fort. Die Titel markierten mit einem zwischenzeitlichen Tief bei 67,55 den niedrigsten Stand seit August 1999 und schlossen 1,66 % tiefer bei 68,10 Euro. Im Mittelpunkt des Interesses standen Händlern zufolge jedoch Usinor, die mit der spanischen Aceralia und der Luxemburger Arbed fusionieren wollen. Die Usinor-Aktien blieben am Montag vom Handel ausgesetzt. Schnäppchenjäger sorgten unterdessen bei TF1 und Thales für kräftige Kursgewinne, hieß es. Die Aktien verteuerten sich um 2,47 % auf 47,65 Euro beziehungsweise um 3,86 % auf 46 Euro.



Mailand - Mib30 dreht ins Plus

Die italienischen Aktienwerte haben zum Wochenbeginn nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. Der Mib 30 schloss um 0,35 % höher bei 41 813 Zählern. Händlern zufolge haben Kursgewinne bei so genannten defensiven Titeln traditioneller Branchen das Börsenbarometer in positives Territorium geleitet. Zum Beginn der geplanten Kapitalerhöhung hatten die Aktien von Olivetti zunächst nachgegeben, gingen dann jedoch mit einem Plus von 0,29 % bei 2,42 Euro aus der Sitzung. Enel litten unterdessen unter Spekulationen um die geplante Übernahme von Infostrada und verloren 0,1 % auf 3,83 Euro. Am vergangenen Freitag hatte der Verkäufer Vodafone bekannt gegeben, dass die Transaktion an Auflagen der italienischen Wettbewerbsbehörde scheitern könnte. Alitalia festigten sich angesichts anhaltender Gerüchte um eine Zusammenarbeit mit der niederländischen KLM um 0,58 % auf 1,905 Euro.

Madrid - Telefonica stützen

Die madrilenischen Börse erhielt ihre Unterstützung am Montag von Kursgewinnen des Schwergewichtes Telefonica. Die Aktie verteuerte sich um 1,09 % auf 18,62 Euro. Nach den Verlusten der vergangenen Woche handele es sich um eine technische Erholung, sagten Händler. Ein Händler führte zusätzlich die im europäischen Vergleich geringe Verschuldung an. Der Ibex schloss 0,73 % höher bei 9 861,3 Zählern. Die Telefonica-Tochter TPI legte angesichts anhaltender Spekulationen um eine Fusion mit ihrer Schwester Terra Lycos 2,46 % auf 7,07 Euro zu. Terra gaben 0,26 % auf 15,22 Euro ab. Repsol legten nach einer Kaufempfehlung 2,13 % auf 19,20 Euro zu. Die Aktien des Stahlkonzerns Aceralia, die mit der französischen Usinor und der Luxemburger Arbed fusionieren wollen, blieben am Montag vom Handel ausgesetzt.

Amsterdam - Schwergewichte belasten

Die niederländischen Aktien sind am Montag Händlern zufolge von den Verlusten der Schwergewichte belastet worden. Nach den Verlusten der Nasdaq vom vergangenen Freitag verloren Philips 2,89 % auf 37,25 Euro und ASM Lithography 2,94 % auf 26,11 Euro. UPC büßten 4,7 % auf 11,15 Euro ein. In Erwartung der Neugewichtung innerhalb des AEX rutschten Aegon um 2,6 % auf 37,55 Euro ab. Gegen den Trend legten Corus um vier Prozent auf 1,30 Euro. Die Papiere profitierten von der Fusionsfantasie in der Stahlbranche, hieß es. KLM festigten sich angesichts anhaltender Gerüchte um eine Zusammenarbeit mit Alitalia um 5,81 % auf 28,25 Euro. Der AEX-Index lag zum Schulss um 0,88 % tiefer auf 612,43 Punkten.



Wien- VA Tech fest

An der Wiener Börse haben die Aktien von VA Tech bei hohen Umsätzen stark zugelegt. Das Papier verteuerte sich um 11,08 % auf 33,18 Euro. Marktteilnehmer konnten keinen trifitigen Grund für den Kurssprung angeben. VA Stahl profitierten unterdessen von der angkündigten pan-europäischen Fusion dreier Stahlunternehmen. Die Aktie legte 1,23 % auf 33,05 Euro zu. Das Unternehmen sieht eigenen Angaben zufolge große Wachstumschancen als Nischenanbieter. Auf der Verliererseite standen unterdessen Böhler Uddeholm, die um 4,26 % auf 40,21 Euro abrutschten. Händlern zufolge litten die Titel unter Gewinnmitnahmen. Verluste verbuchten auch Telekom Austria, die bei geringen Umsätzen 0,64 % auf 6,23 Euro einbüßten. Der ATX ging mit einem Plus von 0,77 % auf 1191,93 Stellen aus der Sitzung.



Brüssel - Fast unverändert - Fortis stützt

In Brüssel schlossen die Aktien fast unverändert. Der Bel20 beendete die Sitzung bei 3 000,38 Punkten. Seine Unterstützung habe der Gesamtmarkt dabei von der freundlichen Tendenz des Schwergewichtes Fortis erhalten, sagten Händler. Nach den Verlusten der vergangenen Wochen sei das Papier auf Erholungskurs. Die Aktie festigte sich um 0,34 % auf 32,43 Punkte. Der Pharma-Konzern UCB legte unterdessen überdurchschnittlich um 4,58 % auf 41,31 Euro zu. Analysten zufolge profitiert das Unternehmen von Produktionsverzögerungen beim US-Konkurrenten Schering-Plough. Union Miniere befänden nach den unerwartet guten Geschäftszahlen aus der vergangenen Woche immer noch im Aufwind, hieß es. Die Aktie verteuerte sich 2,12 % auf 43,30 Euro. Groupe Bruxelles Lambert (GBL) gaben nach einer Verkaufsempfehlung 2,22 % auf 308 Euro nach.



Stockholm - Telia gegen den Trend fester

Die Stockholmer Börse ist nach Aussage von Händlern von den kräftigen Gewinnen der Telefongesellschaft Telia gestützt worden. Die Aktie legte nach erfreulichen Zahlen und einem optimistislchen Ausblick um 4,67 % auf 56 skr zu. Unter Druck standen unterdessen die Schwergewichte Ericsson und Nokia, die sich parallel zum europäischen Branchentrend um 1,68 % auf 88 skr beziehungsweise um 2,82 % auf 258 skr verbilligten. Das Börsenbaromtere schloss um 0,33 % höher auf 993,70 Punkten.

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