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US-Börsen im Plus

Nach dem gestrigen Endspurt liegt heute sowohl der Nasdaq Composite als auch der Dow Jones Index erneut in der Gewinnzone. Positive Quartalszahlen, aussichtsreiche Zukunftsaussichten und erneute Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung verhelfen vor allem dem Software-, dem Energie- und dem Pharmasektor auf die Sprünge.

Wie von Analysten erwartet, stieg der vorbörslich veröffentlichte Arbeitskostenindex im April um 1,1 Prozent. Damit verzeichnete die Kennzahl den größten Anstieg seit dem ersten Quartal des abgelaufenen Jahres. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg in der vergangenen Woche auf 408 000 Anträge und damit stärker als erwartet. Damit klettert die durchschnittliche Anzahl der Erstanträge in den vergangenen vier Wochen auf 394 500 Stück und verzeichnet damit den höchsten Stand seit Oktober 1992. Nach Bekanntgabe dieser Wirtschaftszahlen dürfte der Weg für weitere Zinssenkungen frei sein, so die Meinung zahlreicher Analysten.

Während der Dow Jones Index vor allem von American Express, Honeywell und General Electric in die Gewinnzone gepuscht wird, kann der Nasdaq Index besonders von Punktgewinnen bei PeopleSoft, Intel, Worldcom und Oracle profitieren.

Peoplesoft beflügelt den Softwaresektor mit einem guten Quartalsergebnis. Das Softwareunternehmen trotzte der schwachen Konjunktur mit einem Gewinnanstieg um fast 200 Prozent. Auch die Zukunftsaussichten stimmen zuversichtlich. Trotz des konjunkturellen Abschwungs in den USA hält das Management an den Prognosen für das zweite Quartal fest. Das Brokerhaus Lehman Brothers bestätigt die Einstufung "aggressiv kaufen" mit einem Kursziel von 60 Dollar auf Jahressicht. Peoplesoft kann über 20 Prozent zulegen und die Konkurrenten Microsoft, Oracle und Adobe mit in die Gewinnzone ziehen.

Worldcom erfreut die Telekommunikationsbranche. Das Unternehmen erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn von 610 Millionen Dollar oder 25 Cents pro Aktie und erfüllte damit die Gewinnerwartungen der Analysten. Obwohl die Umsatzzahlen enttäuschten, kann die Aktie deutlich zulegen. Auch AT&T notiert in der Gewinnzone.

Johnson&Johnson überrascht die Wall Street mit einem Aktiensplit im Verhältnis von 2 zu 1. Nachdem die Aktie im frühen Handel zu den größten Verlierern gehörte, sprang der Wert nach Bekanntgabe ins Plus. Aufsichtsratschef Ralph Larsen hat von einer sehr guten finanziellen Lage des Konzerns gesprochen, die es ermögliche, die vierteljährliche Dividende um 12,5 Prozent anzuheben.

Texaco erfreut den Energiesektor mit positiven Quartalszahlen. Im ersten Quartal erwirtschaftet der drittgrößte US-Ölkonzern einen Ertrag von 835 Millionen Dollar oder 1,54 Dollar pro Aktie und schlug damit die Konsensschätzungen um fünf Cents. Die Aktie liegt knapp zwei Prozent im Plus und zieht auch den Konkurrenten Chevron ins positive Terrain. Nur Exxon Mobil notiert schwächer.

Auch Reebock kann die Analystenschätzungen schlagen. Der zweitgrößte US-Sportschuhhersteller konnte den Gewinn im ersten Quartal um 30 Prozent auf 41,2 Millionen Dollar oder 68 Cents je Aktie steigern und damit die Konsensschätzungen um vier Cents schlagen. Neben Reebock tendiert auch Nike im Plus.

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