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US-Börsen im Zeichen des Arbeitsmarktes

Die Wall Street steht am Freitag im Zeichen der Arbeitsmarktdaten, die einen Tick schlechter ausfielen als von der Wall Street erwartet. Trotzdem. notieren die Futures leicht im Plus in einer ansonsten ruhigen Vorhandelszeit. Während Mischkonzern 3M nach einem positiven Kommentar von CS First Boston zulegen kannn, sind die Techinvestoren nach einer Gewinnwarnung von McData eher gedämpfter Stimmung.

Noch vor Handelsbeginn gab das Arbeitsministerium die neusten Daten bekannt. Gegenüber dem Vormonat mit 5,5 % stieg die Quote auf 5,7 %. Analysten waren ebenfalls von einer Zunahme ausgegangen - allerdings nur um 0,1%. Die Zahl neugeschaffener Stellen liegen mit 58.000 Jobs über den Erwartungen, dennoch sind sie gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Eine dramatische Änderung gab es bei den Februarzahlen: Die Daten für den Februar mußten korrigiert werden, statt 66.000 neuer Arbeitsplätze wurden 2000 obs abgebaut.

Die Ertragswarnuingssaison läuft weiter: Ob Peoplesoft, Bristol-Myers, Broadvision oder Checkpoint Software - die Ertragslage von Corporate Amerika wirkt nach wie vor angeschlagen. Wenn eines in dieser Woche den Aktienmarkt beeinflusst hat, dann die zahlreichen Ertragswarnungen. Und die Saison wird wohl auch in der kommenden Woche eine bedeutende Rolle spielen. Der Einzelhandel wird nächste Woche die Verkaufszahlen für den März melden und dürfte die Gelegenheit nutzen um auch Ertragswarnungen auszusprechen, meinen die Analysten von Thomson Financial.

Bei den Blue Chips sorgt der diversifizierte Technologie-Konzern 3M am Freitag Morgen für positive Schlagzeilen: Das Management revidiert die Ertragsprognosen für das erste Quartal nach oben. Das Ergebnis vor einmaligen Kosten werde bei 1,20 Dollar pro Aktie liegen und nicht, wie bisher vermutet, in einer Spanne von 1,05 bis 1,20 Dollar. Neben Kostensenkungen soll gleichzeitig das operative Geschäft angekurbelt werden, gab Finanzvorstand Patrick Campbell bekannt. Die Ertragslage habe von dem niedrigeren Personalbestand profitiert. Das weltweite Verkaufsvolumen fiel im Quartalsverlauf zwar um 4,5%, lag damit jedoch im Mittelfeld der vom Management angepeilten Spanne. 3M wird die vollständigen Quartalszahlen am 22. April melden.

Dagegen mußte Speicherspezialist Mc Data einräumen, dass der Verlust im ersten Quartal größer ausfiel als erwartet. Dabei hatte das Unternehmen seine Prognosen vor vier Wochen bereits zurückgenommen. Das Minus liegt bei 4 bis 7 Cent pro Anteil und damit doppelt so hoch wie vorhergesagt. Der Umsatz liegt bei 62 Millionen Dollar, gegenüber den erwarteten 73 Millionen. Grund: Ein Großkunde ist McData abgesprungen.

Erfreuliches gibt es dagegen aus dem Halbleiterbereich: Der Ausrüster KLA Tencor profitiert von positiven Einschätzungen von Goldman Sachs. Die Analysten haben die Prognosne angehoben.

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