US-Börsen uneinheitlich
Standardwerte verlieren an der Wall Street

Hoffnungen auf eine kräftigere Belebung der US-Konjunktur im späteren Jahresverlauf haben am Donnerstag Technologiewerten an den US-Aktienbörsen zu weiteren Kursgewinnen verholfen. Dagegen fielen Standardwerte nach fünf Tagen mit Kursgewinnen zurück.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow-Jones ging um 0,93 Prozent schwächer mit 8711 Zählern aus dem New Yorker Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,38 Prozent auf 949 Punkte, während der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,75 Prozent auf 1574 Zähler gewann.

"Es gibt Spekulationen, ob nun richtig oder falsch, dass bei den Informationstechnologie-Investitionen eine Wende bevorsteht", sagte Brian Peers von Victory Capital Management. Allerdings sei die heutige Entwicklung vor dem Hintergrund, dass der S&P-Index seit März 19 Prozent gewonnen habe, nicht überraschend, fügte er hinzu.

Die Investoren an der Wall Street setzen Händlern zufolge auf eine merkliche wirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres und haben Angst, einen Aufschwung zu verpassen. "Was den Markt treibt, ist die Angst, etwas zu versäumen. Ich glaube diese Angst, einen Aufschwung der Technologiewerte zu versäumen, hat die starke Erholung bewirkt", sagte Keith Keenan vom Brokerhaus Wall Street Access.

Händlern zufolge deuten die in dieser Woche veröffentlichten Konjunkturdaten zwar eher auf eine schleppende Erholung der US-Wirtschaft hin, doch blieben die Anleger optimistisch, dass die Belebung im späteren Jahresverlauf an Kraft gewinnt. Die vor Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten wurden von Volkswirten als ermutigend bezeichnet. So wuchs die US-Wirtschaft im ersten Quartal etwas stärker als zunächst geschätzt. Trotz des Irak-Kriegs profitierte die weltgrößte Volkswirtschaft dabei von einer kräftigen Konsumnachfrage, die die schwache Investitionsbereitschaft der Unternehmen wettmachte.

"Die zu Grunde liegende Binnennachfrage steigt weiterhin, und trotz des Gegenwinds, den wir im ersten Quartal durch die Kriegssorgen und die gestiegenen Energiepreise hatten, erwarten wir, dass sich die Dinge im zweiten Quartal etwas bessern", sagte Volkswirt Peter Hooper von der Deutschen Bank in New York. Außerdem ging die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche etwas zurück.

Die Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel legten kräftig um 5,52 Prozent auf 20,83 Dollar zu. Auch die Titel der Herstellers von Anlagen für die Chipherstellung, Novellus Systems, legten deutlich um gut 3,54 Prozent auf 32,17 Dollar zu.

Die Aktien von Lucent Technologies fielen nach einem kräftigen Plus im frühen Geschäft um 0,88 Prozent auf 2,26 Dollar. Der größte US-Telekomausrüster hatte eine Wandelanleihe im Volumen von 1,3 Milliarden Dollar angekündigt, um sich neues Geld zu niedrigen Kosten zu sichern.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,68 Milliarden Aktien den Besitzer. 1752 Werte legten zu, 1542 gaben nach und 183 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 1865 im Plus, 1333 im Minus und drei unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen 22/32 auf 102-12/32 Punkte zu und rentierten mit 3,344 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 1-2/32 auf 116-13/32 Zähler. Sie rentierten mit 4,349 Prozent.

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