US-Börsen uneinheitlich
Wall Street wartet auf Zinssentscheidung

Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) hat die Zurückhaltung der Investoren für einen richtungslosen Handel an der Wall Street gesorgt. Während die Standardwerte am Dienstag von erfreulichen Daten zum Verbrauchervertrauen profitierten und leicht im Plus tendierten, rutschten die Technologietitel nach vorübergehenden Kursgewinnen wieder ins Minus.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,4 % höher auf 9110 Zählern. Der breiter gefasste S&P-Index gewann 0,2 % auf 983 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,3 % auf 1605 Zähler nach.

An den Finanzmärkten gilt es als ausgemacht, dass die Fed bei ihrem geldpolitischen Treffen am Mittwoch eine Zinssenkung beschließen wird. Anleger und Finanzexperten sind sich allerdings uneins, ob sich die Währungshüter für eine kräftige Reduzierung des Leitzinses von derzeit 1,25 % um 50 Basispunkte oder eine moderate um 25 Basispunkte entscheiden.

"Es gab eine große Aufwärtsbewegung seit Mitte März, und ich denke, vielleicht gab es Befürchtungen, der Markt sei möglicherweise etwas über das Ziel hinausgeschossen", sagte Stacie Weiss von U.S. Bancorp Asset Management. Das Zinstreffen der Fed sei daher ein willkommener Anlass, in Wartestellung zu verharren oder Gewinne mitzunehmen.

Für eine vorübergehende Kaufwelle sorgte der vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte Index des Verbrauchervertrauens, der im Juni mit 83,5 (Mai 83,6) Punkten besser ausfiel als von Analysten mit 82,4 Zählern durchschnittlich erwartet. "Der Markt sprang ein wenig nach oben, und das überraschte mich überhaupt nicht, weil das sehr gute Zahlen waren", sagte Hugh Johnson von First Albany Corp. Die Daten dämpften Befürchtungen, dass der erhoffte Konjunkturaufschwung nicht mit den Erwartungen der Wall Street Schritt halten werde, was die Kurse wieder nachhaltig nach unten drücken könnte.

Der Aktienkurs des Paketzustellers FedEx gab 2,4 % auf 60,47 Dollar nach. Das Unternehmen hatte zwar zuvor eine kräftige Steigerung des Quartalsgewinns bekannt gegeben. Es wies aber darauf hin, dass die bisherigen Umsätze im Juni unter den Erwartungen geblieben seien.

Die Papiere des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) verloren 4,2 % auf 6,31 Dollar, nachdem der Konzern seine Umsatzprognose für das laufende Quartal deutlich gesenkt hatte.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,39 Mrd. Aktien den Besitzer. 1740 Werte legten zu, 1537 gaben nach und 175 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,61 Mrd. Aktien 1609 Werte im Plus, 1532 im Minus und 17 unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen mit 103-3/32 um 16/32 höher und rentierten mit 3,253 %. Die 30-jährigen Bonds legten 1-6/32 auf 116-22/32 Zähler zu. Sie rentierten mit 4,331 %.

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