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US-Börsen warten heute auf wichtige Konjunkturdaten

dpa-afx WASHINGTON. Die Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung dürften ein Abebben der gegenwärtigen Welle von Stellenstreichungen in den USA widerspiegeln. Die Daten werden am heutigen Donnerstag um 14.30 Uhr erwartet. Insgesamt sei jedoch aus der derzeitigen Arbeitsmarktlage eine Eintrübung der US-Wirtschaft herauszulesen, sagten Volkswirte.

Der Mittelwert der Prognosen von Wall Street-Volkswirten weist auf einen Rückgang der Erstanträge in der Woche bis zum 16. Juni 2001 um 2.400 auf 425.600 hin. Besonderes Interesse dürfte der Markt dabei dem Vier-Wochen-Durchschnitt bei den Erstanträgen widmen, sagten Experten. In der Woche bis zum 9. Juni hatte dieser Durchschnitt sein höchstes Niveau seit fast neun Jahren erreicht.

Die Zahl der Anträge habe sich während der vergangenen Wochen in der Gesamtsicht erhöht, sagte Chef-Volkswirtin Lynn Reaser von Banc of America Capital Management. Hinter dieser Entwicklung stehe das aggressivere Vorgehen der US-Unternehmen mit dem Ziel, Kosten einzusparen angesichts von unsicheren Umsatzprognosen und Sorgen über die Gewinnlage.

Ebenfalls um 14.30 Uhr stehen die Daten zum US-Leistungsbilanzdefizit im ersten Quartal an. Wall Street-Ökonomen rechnen mit einer Verkleinerung diese Fehlbetrages auf 107,0 Mrd. $ im Berichtszeitraum nach einem Rekord-Defizit von 115,3 Mrd. $ im vierten Quartal 2000. Es war damals das größte Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten, seitdem nach dem Zweiten Weltkrieg damit begonnen wurde, diese Zahl aufzuzeichnen.

Auch das Handelsbilanzdefizit für April wird um 14.30 Uhr vorgelegt. Analysten zufolge sollte es von 31,2 Mrd. $ im März auf saisonbereinigt 30,5 Mrd. $ minimal abgenommen haben.

Um 18.00 wird der Philadelphia Fed-Index für Juni veröffentlicht. Er spiegelt die Bedingungen des Verarbeitenden Gewerbes im Gebiet der Federal Reserve von Philadelphia wider. Experten erwarten, dass sich der Indikator im Juni von minus 8,8 Punkten im Mai auf minus 10,0 Punkte eintrüben wird. Ein Index-Niveau unterhalb von Null weist in der Regel auf eine rückläufige Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe hin. Allgemein wird dem Philadelphia Fed-Index eine Korrelation mit den Indizes für die US-Industrie-Produktion und dem NAPM-Index unterstellt.

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