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US-Börsen weiter im Minus

Die Schreckensmeldungen reißen nicht ab. Zu Wochenbeginn notieren sowohl der Dow Jones Index als auch der Nasdaq Index deutlich im Minus. Das Technologiebarometer notiert sogar unter der 2000 Punkte Marke und liegt damit mehr als 60 Prozent unter seinem Allzeithoch von 5048 Punkten im März vergangenen Jahres. Zusätzlich sorgen die Tiefststände an der japanischen Börse für Aufregung.

Die Entwicklung an Japans Börse ist einmal mehr unerfreulich. Der Nikkei Index erreicht sein tiefstes Niveau seit 1985. Auch der Yen fiel im Vergleich zum Dollar auf sein 20-Monats-Tief. Japans Premierminister, der sich am Wochenende gegen seinen allgemein geforderten Rücktritt gewehrt hatte, wird für die Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht. Für amerikanische Unternehmen ist diese Entwicklung negativ, da durch die japanische Wirtschaftskrise vielversprechende Absatzmärkte verloren gehen. Bisher erfreuten sich Unternehmen wie Tiffany einer hohen Kaufkraft auf dem japanischen Markt.



Microsoft

zog einmal mehr beide Indizes in den Keller. Zusätzlich schadeten Werte wie IBM, General Electric und J.P. Morgan dem Dow Jones Index. Cisco, Ciena und JDS Uniphase stießen den Nasdaq Index in die Tiefe. Vor allem Cisco dürfte mit seinen Entlassungen für die allgemein schlechte Börsenstimmung verantwortlich sein.



Cisco

, der weltgrößte Netzwerkausstatter, meldete am Freitag nach Handelschluss, 5000 Mitarbeiter zu entlassen. Dies sind 15 Prozent der gesamten Belegschaft. Die Angst, die Konkurrenten könnten von der schlechten Marktlage ebenfalls betroffen sein und mit schlechten Nachrichten folgen, führten auch bei den Netzwerkunternehmen Ciena und JDS Uniphase zu hohen Verlusten. Auch Analysten meldeten sich mit Abstufungen zu Wort. Die Credit Suisse First Boston reduzierte ihre Gewinnerwartungen für Cisco für 2001 von 60 Cents pro Aktie auf 53 Cents je Aktie.



Auch IBM konnte sich dem schlechten Einfluss von Cisco nicht entziehen. Der Computerhersteller ist der Top-Verlierer an der Wall Street, obwohl IBM eine neue Kooperation mit dem Unterhaltungskonzern Sony bekannt gab. Zusammen mit Toshiba werden die Unternehmen neue Chiptechnologien für den schnellen Zugang zum Internet entwickeln. In den nächsten fünf Jahren sollen über 400 Millionen Dollar in das Projekt investiert werden.



Außerdem sorgt Ericsson für Furore und zieht den Telekommunikationsbereich in den Keller. Der Telekommunikationsausrüster wird im ersten Quartal nicht den Break Even erreichen. Stattdessen rechnet Ericsson mit einem Vorsteuer Verlust von vier bis fünf Milliarden schwedischer Kronen. Auch die Umsatzerwartungen werden verfehlt. Der Umsatz soll entweder unverändert oder leicht unter den Erwartungen von 15 Prozent ausfallen. Als Ursache für die Gewinnwarnung werden die gesunkenen Verkaufszahlen genannt. Diese werden deutlich unter den Zahlen im Vergleichsquartal des Vorjahres liegen. Nach Bekanntgabe der Meldung stürzte der Kurs von Ericsson über 20 Prozent ab. Auch die Konkurrenten Motorola und Nokia verloren deutlich.



Gewinner gibt es am heutigen Handelstag kaum. An der Wall Street notieren nur das Telekommunikationsunternehmen SBC Communications und Procter & Gamble im Plus. Auch Siemens notiert seit seiner Listung am Montagmorgen mit rund einem Dollar im Minus.

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